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21.8.2017 : 13:57 : +0200

Papier des IF zur Diskussion um spirituelle Lehrer

Integrität, spirituelle Lehrer, und die Schule einer integralen Spiritualität

Natürlich kann jede und jeder sich selbst Lehrerin oder Lehrer nennen. Es ist daher angeraten sich zuerst so umfassend wie möglich über einen Lehrer zu informieren, bevor man ihm oder ihr seine Praxis oder sogar das eigene Leben anvertraut. Gute Lehrer haben viel praktiziert in ihrem Leben, und manche von ihnen haben eine Lehrerlaubnis von ihrem eigenen Lehrer erhalten. Sie tun, was sie sagen, und leben in Übereinstimmung mit ihrer Botschaft. Sie behandeln alle Menschen, einschließlich ihrer Schüler, mit Freundlichkeit und Respekt. Es geht ihnen dabei vor allem um das Erwachen, und nicht so sehr um Egofallen wie Ruhm und Macht. Gute Lehrer geben offen Fehler zu, und tun nicht so, als seien sie vollkommen. Dies mag auf unreife Suchende, die einen vollkommenen Lehrer suchen, wenig einladend wirken, doch es gibt keine vollkommenen Lehrer, sondern lediglich Menschen die lehren.

Roger Walsh

 

Ausgelöst durch die Diskussionen um (angeblichen oder tatsächlichen) Missbrauch von spirituellen Lehrern gegenüber ihren Schülern, von denen auch Lehrer betroffen sind, mit denen das Integrale Forum in Kontakt und Austausch steht, hat der Vorstand des IF ein Positionspapier erstellt und Stellung bezogen. Dieses Papier formuliert sowohl eine ethische Basis für uns selbst und unsere Arbeit als auch explizite Kriterien für spirituelle LehrerInnen und Menschen in Führungs- und Verantwortungspositionen allgemein.Parallel dazu, und im Dialog mit spirituellen  Lehrern, ist die Idee einer "Schule integraler Spiritualität" (SIS) entstanden, als ein Forum und Raum für eine Begegnung von Wissenschaft (Natur- und Geisteswissenschaft) und Spiritualität. Wir erwarten uns davon einen fruchtbaren beiderseitigen Austausch, der zum einen das Thema "Spiritualität" auf eine solide wissenschaftlich akademische Basis stellt und gründet, als auch wie (Wieder)entdeckung des spirituellen "Erbes der Prämoderne" (Ken Wilber) als einem univerzichtbaren kulturellen Erbes der Menschheit.