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18.5.2012 : 16:32 : +0200

Integraler Salon Ulm

Willkommen beim Integralen Salon Ulm

- Zeitliche Struktur, Selbstverständnis und Termine

Zeitliche Struktur

„Die Zeiten wandeln sich und die Zeit ist stets veränderlich, wird gesagt. Da die Zeit stets veränderlich ist und die Zeiten sich stets wandeln, verändert sich die Zeit in ihrer Veränderlichkeit nicht und die Zeiten bleiben in ihrer Wandelbarkeit unwandelbar. Was sich wandelt und verändert ist die Form gewordene Zeit und Geschichte, nicht die Zeit selbst. Die Zeit ist daher paradox und zeitlos.“ (TF)

Seit Anfang des Jahres 2011 hat sich eine kleine Gruppe von Integral interessierten Menschen aus dem Raum Ulm gefunden, die sich regelmäßig treffen und praktizieren wollen auf den vielfältigen Gebieten und mit den vielfältigen Methoden des Integralen Ansatzes. Der Salon
Ulm bietet derzeit Vier plus Eine Form der gemeinsamen Zeitgestaltung an:

I Ich (OL – subjektiv-innen-individuell)
Zeit der (gemeinsamen) Meditation „und“ Kontemplation

II Es (OR – objektiv-außen-individuell)
Zeit für die drei plus ein Körper (grob, subtil, kausal plus schatten)

III Wir/Es (UR – objektiv-außen-kollektiv, interobjektiv)
Zeit zum gemeinsamen Lesen, gemeinsamen Studieren und Vortrag

IV Wir (UL – subjektiv-innen-kollektiv, intersubjektiv)
Zeit für den gemeinsamen Dialog, das Gespräch, Satsang

Plus (I-IV)Zeit für sonstige und weitere, gemeinsame Praxis (z.B. Party, Wandern, Picknick, etc.)

Von Treffen zu Treffen liegt der Schwerpunkt auf einer der Vier plus Einen Form, was daher nicht ausschließt, dass auch zusätzlich eine weitere Form der gemeinsamen Zeitgestaltung bei einem Treffen praktiziert wird, mit mehr oder weniger Raum- und Zeitverteilun

Vier Selbstverständnisse (keine engen Definitionen) des Salons Ulm

  • Selbstverständnis A: Er 

Frei zitiert nach Ken Wilber: Die ganze Integrale Theorie und Lebenspraxis dient letztlich dazu, dort hin zu deuten und dort hin zu führen, wo nicht nur die christlichen Mystiker wie Meister Eckhart, Theresa von Avila, Jakob Böhme und andere, aber auch Mystiker anderer Religionen waren und wo wir mit ihnen bereits schon immer sind, doch meist ohne es wirklich zu wissen, zu gewahren und zu spüren, in der All-Liebe Gottes, in der Freiheit des Herzens, in der Wahrheit jenseits der Worte, in der Wirklichkeit jenseits des rationalen Verstandes, jenseits der Ego-Kontraktion, des Leidens und der Wirrsaal, in der Blüte und Frucht des Lebendigen, in der Freude des Moments und in der Kommunion in Kommunikation mit dem Anderen….

  • Selbstverständnis B: Ich

Ich bin bereit Ich-Selbst zu sein, denn dann Bin Ich und lebe wirklich. Wenn Ich bin, ist alles was geschieht in Ordnung, und die Unordnung der Welt erscheint mir verständlich und ich kann dennoch und gerade daher ein Lächeln schenken, ohne eine aufgesetzte Maske, wenn ich Glück habe, wenn Ich glücklich Bin. Wenn Ich bin, bin Ich nicht mehr einsam - sondern allein, und in diesem Alleinsein kann Ich mit anderen Menschen sein und ihr Ich bin gewahren, würdigen und lieben. Wenn ich nicht vollkommen, nicht ungeteilt, nicht ganz Ich bin, dominiert (ein) Schatten, was sein darf, (ein) Schatten, der mich trennt von dem vollkommenen, ungeteilten, ganzen, heilen Ich bin, ein Schatten auch, den ich lieben lernen kann, da Ich mich weiten kann und den Schatten integrieren in ein größeres, ganzes, heileres Ich bin, in eine immer größere, immer weitere Freiheit, Wahrheit, Güte, Würde, Schönheit und Liebe hinein und hinaus, hinauf und hinunter, zu mehr Tiefe, Weite und Offenheit….

  • Selbstverständnis C: Wir

Die Integrale Theorie und Landkarte(n) nach Ken Wilber und anderen sind ein gedankliches Werkzeug, das in ihrer schriftlichen Form kognitive Fähigkeiten fordert und fördert und auf die Wir uns einlassen wollen und können, und das mit seinen zahlreichen Orientierungsverallgemeinerungen und Begriffen ein(!) Mittel für die gemeinsame Kommunikation und Kommunion darstellt, aber nicht ausschließlich dafür darstellen muss.

  • Selbstverständnis D: Es

Das Leben ist offen, denn es besitzt Freiheit und Widerstandslosigkeit, ohne davon besessen zu sein. Daher ist auch der Integrale Salon Ulm offen,
offen bezüglich allen Menschen,

  • die sich (integral) informieren und einen Eindruck verschaffen wollen,
  • die sich selbst (integral) lebenspraktisch in Gemeinschaft erfahren wollen,
  • die sich (integral) beteiligen und einbringen wollen,
  • die ihre (integrale/n) Kompetenz/en zeigen und vermitteln wollen,
  • die wachsen wollen und gedeihen in gemeinsamer (integraler) Zeitgestaltung,

oder/und

  • die einfach nur dabei sein wollen, um in ihrem Tempo zu Verstehen zu gelangen, von
  • dem es gleichgültig ist, ob es integral genannt wird oder nicht oder anders.

Es ist nie zu spät oder zu früh zu beginnen das Leben zu verstehen zu suchen, Es beginnt in jedem Augenblick und endet nie, weil Es niemals begonnen hat. Das Leben lädt dich/Sie von Anfang an ein Es zu sein und mit Ihm zu wachsen und in Ihm zu wandeln, obwohl das Wesen der Natur Gottes niemals wächst und sich niemals wandelt. - Wenn du entdeckst, dass Es anders ist, dann sag Bescheid, das Leben ist interessiert Dich zu hören, zu sehen, mit Dir zu sprechen und Dich zu spüren. Du bist herzlich eingeladen.

- Projekt - Dialoggruppe

 

Im Unteren Linken Quadranten finden wir den intersubjektiven Aspekt der Wirklichkeit in der Orientierungsverallgemeinerung von Ken Wilbers Quadranten-Modell. Die Praxis des Dialogs, wie er seit den vielleicht 70-er Jahren weltweit in Gruppen praktiziert wird, von David Bohm ausgehend, möchte gelebt werden und erfahren werden. Daher versucht der Integrale Salon Ulm eine regelmäßige Dialoggruppe am Leben zu halten und interessierten Menschen Gelegenheit zu geben in einem bereitsgestellten Raum, das Innen im Kollektiv und das Kollektiv im Innen erfahrbar zu machen und eine Selbst erfahrende Teilnahme zu ermöglichen.

Termine: Jeden 2. und 4. Montag im Monat (nicht an Feiertagen in Baden-Württemberg), jeweils 19 Uhr, bitte etwas vorher ankommen.

Ort: Phönix-Institut Ulm, Büchsengasse 3, Ulm-Zentrum, ca. 3 Minuten Fußweg vom Münsterplatz. Die Raumnutzung läuft auf Spendenbasis, wer kann, gibt, was er möchte für eine Wertschätzung der Raumnutzung.

Zur Aufrechterhaltung der Bekanntmachungen der Dialoggruppe sind für den Salon Ulm durch wertschätzende Spenden Druckkosten laufend zu decken.

Information: Interessierte und Neueinsteiger jederzeit willkommen. Es gibt ein Informationsblatt auf dem die prägnantesten Gedanken zum Dialog aufgeführt sind und die einen Geschmack von Dialog vermitteln; ebenso bereitet das Blatt auf die zu erwartenden Schwierigkeiten vor und gibt Hinweise was Dialog bedeutet und bedeuten kann. - Das Informationsblatt kann auch über die hier zur Verfügung stehende Email-Adresse des Salons Um als pdf-Datei angefordert werden. Wir freuen uns auf neue Teilnehmer.

Es gilt also eine dauernde Einladung zur Dialoggruppe in Ulm für jeden 2. und 4. Montag im Monat -- für den Dialog, der mehr ist, als eine Diskussion, er ist ein offener Raum zwischenmenschlicher Kommunikation. Der Dialog ist offen und frei, alles kann Thema werden. Wo die Probleme der Welt beachtet werden, die wir hereinbringen, werden sich Lösungen (Ablösungen, Freiwerden von Anhaftungen) für sie finden, kreativ und kooperativ, öffnend und lassend. Im Dialog gehen wir den Problemen (und dem Problem) der Menschheit selbsterfahrend auf den Grund und bereiten den Weg für eine kreative Transformation. Jeder ist herzlich eingeladen, der sich daran beteiligen möchte und daran Anteil haben möchte, jeder, der nicht mehr Teil des Problems sein will, sondern Teil der Lösung.

"Die Liebe wird verschwinden, wenn wir nicht miteinander kommunizieren und eine gemeinsame Sinnsetzung finden können. [...] Wenn wir jedoch zu einer wirklichen Kommunikation fähig sind, werden Gemeinschaft, Partizipation, Freundschaft und Liebe wachsen und gedeihen. Das wäre der Weg. Die entscheidende Frage ist, ob wir die Notwenigkeit dieses Prozesses einsehen. Wenn man einsieht, dass etwas absolut notwendig ist, wird man etwas unternehmen." (David Bohm)