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27.5.2017 : 10:05 : +0200

DIA - DIE INTEGRALE AKADEMIE

DIA Ehrenpräsidentin

Wir freuen uns ganz besonders, dass wir Dr. Susanne Cook-Greuter als unsere Ehren-Präsidentin gewinnen konnten.  

Lesen sie unten den Brief mit ihren Grußworten, den sie nach der Gründungsveranstaltung der DIA geschrieben hat.

Brief zur DIA-Gründung

von Dr. Susanne Cook-Greuter - 27. September 2008

Liebe DIA Gemeinschaft,

es ist mir eine große Freude als Eure Ehrenpräsidentin alle Teilnehmer und Besucher der Gründung von DIA - Die Integrale Akademie ganz herzlich zu grüßen. Am dritten September hielten wir mit großem Hurra, Blumen und Sekt die offizielle Eröffnungsfeier der DIA im Kerzenglanz der Teescheune in Niederursel. Gedichte und Musik stimmten die Versammlung vorerst ein.

Schon am Vorabend hatte ich die Gelegenheit gehabt einem organisatorischen Treffen kurz beizuwohnen. Ich konnte nur staunen wie das ganz mit deutscher Effizienz und Zielstrebigkeit ablief. Alle Anwesenden brachten einen Bericht aus ihrem eigenen Einflussgebiet. Da wird etwas Erstaunliches kreiert und Gemeinschaft ins Leben gerufen, wie ich das nur selten gesehen habe. Alles lief auf eine rasche und verantwortungsvolle Weise ohne dabei die Heiterkeit zu vergessen.

Nach einer kurzen Einführung der Leitungsmitglieder und einem Applaus für alle diejenigen, ohne deren Einsatz diese Gründung nie zustande gekommen wäre, durfte ich - wohl etwas zagend - auch ein paar Worte beisteuern in meiner neuen Brückenrolle zwischen USA und DIA. Vielen Dank für alle Vorbereitungen und Euren beispielhaften Einsatz um dieses Ereignis ins Leben zu rufen! Mein Dank gilt insbesondere Hilde Weckmann, Sonja Student, Dennis Wittrock, Rolf Lutterbeck, Michael Habecker und Liss Gehlen.

Als Gründungsmitglied des Integralen Institutes und als langjährige Forscherin in der Erwachsenenentwicklung kann ich das Bestreben der DIA nur herzhaft unterstützen. Dass man sich mittlerweile in vielen Gegenden durch Foren und Arbeitsgruppen mit Ken Wilbers Ideen und seinem Ansatz eifrig auseinandersetzt ist ein Zeichen, wie sehr das AQAL Modell zur Klärung und Weiterentwicklung der Menschheit beitragen kann. Mit der DIA haben wir jetzt auch die Gelegenheit uns im akademischen Bereich mit Forschungsstudien, Vorträgen und Events an der Ausarbeitung und Anwendung von AQAL zu beteiligen. 

Welche Forschungsrichtungen und Analysen eignen sich am besten um das ganze Integrale Feld zu erweitern? Wo sind seine größten Einflussmöglichkeiten zur Verbesserung der Lebenserfahrung, der Gesundheit und dem Wohlbefinden aller Menschen? Was funktioniert gut in der angewandten Praxis und wo müssen wir noch hart arbeiten, um AQAL für mehr Menschen zugänglich zu machen? Wo bestehen die Grenzen eines solchen Modells und welche anderen Perspektiven muss man in Betracht ziehen? Dies waren die Fragen, die wir Anfang August bei der ersten Konferenz über Integrale Theorie und Praxis in Kalifornien erörtert haben. Dies sind auch die Fragen die man hier in Deutschland angehen muss, um eine möglichst breite Erforschung und Zusammenarbeit zu ermöglichen. 

Ich fordere uns als DIA auf in den nächsten zehn Jahren durch interessante Studien und Publikationen mit peer-review, das AQAL Wissensgut und seine Methodik an renommierten Deutschen Universitäten anzusiedeln. Integrale Ansätze sollen als ein integrierter Anteil am Universitätswesen teilhaben. Es scheint mir sogar dass im Deutschen Raum doch eine größere Affinität zur Grundidee der Bewusstseinsentwicklung und zur Philosophie besteht als in den USA. Man denke da z.B. schon an Goethes Studien und Alexander von Humboldts Kosmos (1845) als gedankliche Vorläufer des Integralen.

Für viele Anwesende war sicher das Ferngespräch mit Ken Wilber der Höhepunkt des Abends. Ken beantwortete Fragen von Dennis über seine gegenwärtige Forschung, die Zukunft von AQAL und über die Bewusstseinsentwicklung. Wer noch nie zuvor die souveräne Art von Ken, alle aufgebrachten Themen gründlich zu behandeln erlebt hat, war sicher eben so beeindruckt (wie ich es schon immer war) von Kens außerordentlichem Wissen und seiner eindrücklichen und warmherzigen Gegenwart.

Die DIA ist verbunden mit der European Integral Academy Stiftung (EIA) und dem Integralen Forum, mit Info 3, der antroposophischen Zeitschrift, und dem deutschen EnlightenNext Zentrum in einem großen integralen Netzwerk für den deutschsprachigen Raum. In anderen Teilen von Europa gibt es ähnliche Bestrebungen. Kürzlich habe ich von Moskau gehört, wo man auch Veranstaltungen plant und den akademischen Austausch mit Europa sowie mit den USA anstrebt. Fantastisch, oder „fab and brill“, wie meine englischen Kollegen gerne sagen.

Nach dem Gespräch feierten wir mit Wein und einem herrlichen Abendessen und genossen das Zusammensein von so vielen Gleichgesinnten und -gestimmten. 

Jetzt, wo unsere DIA offiziell in Aktion tritt, sende ich Euch meinen herzlichsten Dank für ein bewegendes Erlebnis und 1000 Gratulationen. Mögen alle Eure Anstrengungen in der Forschung, Verbreitung und Anwendung von AQAL mit Erfolg, Engagement und guter Zusammenarbeit gesegnet sein.

Mit freundlichen Grüssen von Euer Ehrenpräsidentin,

Susanne Cook-Greuter