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18.5.2012 : 17:03 : +0200

Dr. Susanne Cook-Greuter, Gründungsmitglied von Ken Wilbers Integral Institute (I-I) und Co-Direktorin des Psychology Centers (I-I) und Ehrenpräsidentin von DIA, ist eine international bekannte Autorität auf dem Gebiet der Erwachsenen-Entwicklung. Sie erwarb ihren Doktortitel an der Harvard University für die Entwicklung eines Testing-Instruments zur Messung hoch entwickelter Bewusstseinsstufen (SCTi) für den sie empirische Daten von über 4000 Personen ausgewertet hat. Zudem einen M.A. Abschluss in Sprachwissenschaft und Literatur. Susanne Cook-Greuter berät Individuen und Unternehmen in akademischen und Business-Kontexten.

Web: www.cook-greuter.com 

In Kooperation mit Trigon Entwicklungsberatung

Trigon Entwicklungsberatung

bietet zu folgenden Themen Lehrgänge an: Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Coaching, Konfliktmanagement, Mediation in Organisationen und Integratives Projektmanagement.

Schwerpunkte unserer Beratungstätigkeit sind: Organisations- und Unternehmensentwicklung, Human Resources und Personalentwicklung, Konfliktmanagement, Coaching, Qualifizierung für Führungskräfte und BeraterInnen, Marktforschung und Feedbacksysteme, Networking.

Trigon Entwicklungsberatung hat selbstständige Büros in Graz, Klagenfurt, München und Wien mit derzeit 30 an den Unternehmen beteiligten BeraterInnen.
Ausführlichere Informationen unter www.trigon.at

Materialien:

"9 Stufen des zunehmenden Erfassens" von Susanne Cook-Greuter

Sonderausgabe des Online Journals "integral informiert"

Leadership Maturity Framework

Nautilus, Quelle: Wikipedia, Chris 73

 

Fortbildung mit

Dr. Susanne Cook-Greuter

in Berlin

 

Modul I: 01.- 02.10.2010 

Modul II: 16.-17.04.2011 

Modul III: 14.-16.10.2011


Hintergrund

Die Erforschung der Entwicklung erwachsener Menschen hat sich in den USA in den letzten Jahren schnell verbreitet und ist dort zu einem wichtigen Forschungszweig geworden. Dies deswegen, weil Entwicklungsmodelle überzeugende Erklärungen dafür liefern, nach welchem Muster erwachsene Menschen ihre Meinung bilden sowie ihr Selbst- und ihr Weltbild erzeugen. Diese Erklärungen stehen im Einklang mit wichtigen (postmodernen) Erkenntnissen, wonach Einstellungen und Verhalten kulturell bedingt und gesellschaftlich konstruiert sind, gehen aber darüber hinaus, indem die entwicklungsmäßige Abfolge dieser Muster berücksichtigt wird.

Mit Hilfe der zahlreichen Entwicklungsmodelle (Maslow, Loevinger/Cook-Greuter, Piaget, Graves, Kegan, Gilligan, Gardner etc.) lassen sich wichtige Kompetenzen („Intelligenzen“) immer genauer beschreiben. Die Modelle helfen zu erkennen, aus welchem Bewusstseinsschwerpunkt heraus wir agieren und wie Entwicklung gezielt unterstützt werden kann. So gesehen sind Entwicklungsmodelle wichtige Impulsquellen für eine zukunftsweisende Personalentwicklung.

In dieser Fortbildung wird Susanne Cook-Greuter ihr viel beachtetes Modell der Ich-Entwicklung, das auf 30-jähriger empirischer Forschung basiert, eingehend erläutern. Ihr Leadership Maturity Framework (LMF) befasst sich mit der Entwicklung des Denkens, Fühlens und Handelns von Erwachsenen und kann die Selbsterkenntnis und das Verständnis für Führung in Organisationen sehr bereichern.

Ziele und Zielgruppen

Die Fortbildung richtet sich an

  • Menschen, die sich für das Thema „Erwachsenen-Entwicklung“ interessieren;
  • Führungskräfte, die neue Dimensionen von Führung entdecken wollen;
  • PersonalentwicklerInnen, die Impulse für Management Development erhalten wollen oder
  • OrganisationsentwicklerInnen, die ihr Verständnis von Entwicklungsprozessen vertiefen wollen.

Die Teilnehmenden

  • lernen das Modell der Selbstentwicklung mit den neun Stufen des Bewusstseins kennen
  • erhalten Hinweise, wo sie selbst auf der Bewusstseinsspirale verortet sein könnten
  • erkennen, welche Energien sie freisetzen müssten, um voran zu kommen
  • bekommen Hinweise, wie das Modell im Kontext von Organisationen angewandt werden kann

Inhalte und Methoden

Modul I: 01.-02. Oktober 2010, Berlin

Selbstentwicklung

  • Was ist Entwicklung? Einführung in die Entwicklungstheorie
  • Stufen der Erwachsenenentwicklung – Ego Development Stages
  • Einführung in die Messung von Bewusstseinsstufen – Maturity Profile (MAP)
  • Anwendung des Leadership Maturity Frameworks (LMF) in Organisationen


Modul II: 16.-17. April 2011, Berlin

Sprache als Spiegel der Konstruktion von Bedeutung

In diesem Modul untersuchen wir die Natur von Sprache als Widerspiegelung unserer Bedeutungskonstruktionen. Wir werden die Grundlagen von Sprache betrachten: Sie ist bereits in unserem Gehirn angelegt und universell, aber auch konditioniert durch die Kultur und die einzigartigen Lebensumstände der Menschen.

Wir werden eine Anzahl von Kriterien betrachten, mit denen wir die Entwicklungsebene eines Menschen auf intuitive Weise einschätzen können. Dann werden wir erkunden, wie diese Kriterien sich in Test-Beispielen von sechs verschiedenen Handlungs-Logiken manifestieren und wie Sie diese Information nutzen können, um eine zusätzliche Perspektive zum Verständnis und zur Unterstützung von Menschen zu bekommen. Sie werden jedoch nicht in der Lage sein MAP Tests auszuwerten. Die Auswertung zu erlernen erfordert eine separaten und intensiven Trainingskurs sowie ein strenge Prüfung.

Was Sie erkennen werden, ist die entscheidende Rolle, die Sprache für die Bedeutungsbildung spielt. Sie werden auch in die Lage versetzt, die Hinweise besser wahrzunehmen, um einzuschätzen von welcher Stufe aus ein Mensch operiert, basierend auf der Weise, wie er sich ausdrückt. Darüber hinaus kann Ihnen dieses Modul helfen, sich Ihrer eigenen Sprachmuster bewusster zu werden. Je bewusster Sie in Bezug auf Ihre eigenen Präferenzen und ihren eigenen Stil sind, desto besser können Sie zuhören und in der Interaktion mit anderen verhindern, dass Ihre eigenen Anteile Ihnen im Weg stehen.

Wir nehmen uns zwei Tage Zeit, um tief in das Thema Sprache einzutauchen, begleitet von didaktischen Hinweisen, visuellen Untermalungen, Dyaden- und Gruppenarbeit, sowie einigen Texten, die im Vorfeld zu lesen sind.


Modul III:  14.-16. Oktober 2011, Berlin

Dieses Modul ist unterteilt in zwei Einheiten:

  • ein halber Tag zu Polaritätsmanagement™ und Anwendung des LMF in Organisationen (optional dazu am Fr)
  • zwei Tage Übung im Coaching (Sa & So)


Polaritätsmanagement™ und Anwendung des LMF in Organisationen

In diesem Modul konzentrieren wir uns auf zwei verschiedene, aber verwandte Themen.

Wir werden zunächst kurz das Polaritätsdenken als zentrales Thema einfuehren durch das wir sowohl Entwicklung als auch Konfliktdynamiken anschauen können (intra-personal, persönlich und kollektiv). Einige Übungen helfen uns dabei, zentrale Polaritäten in unserem eigenen Leben und in Organisationen zu identifizieren und gut zu managen.

Als Nächstes werden wir erkunden, zu welchen Grad der Bewusstseinschwerpunkt einer Führungspersönlichkeit eine Rolle spielt in der Art der Organisation, die sie erschafft. Wir werden zudem fragen, welche Rolle die „Ebene“ von verschieden Führungsteams dabei spielen mag, einen Kulturwandel zu unterstützen, in Abhängigkeit von der Branche, der Vision und dem Kontext. Wenn es die Zeit erlaubt, koennen wir uns auch ein paar Organisationen ansehen, die sich gegenwaertig bemuehen sich zu „lernenden Organisationen“ zu transformieren.

Es wird für dieses Modul etwas Textmaterial und Handouts für Polaritätsmanagement zur Vorbereitung geben

Coaching-Modul

Im Coaching-Modul werden wir konventionelles von entwicklungsinformiertem und entwicklungszentriertem Coaching unterscheiden. Sie werden lernen zu unterscheiden für wen entwicklungszentriertes Coaching angemessen und hilfreich ist und wann der Entwicklungshintergrund eine implizite Linse bleibt, die Sie für Ihr eigenes Verständnis nutzen. Anschließend behandeln wir die angemessenen Interventionen (“do’s and don’ts”) für jede Selbststufe.

Wir werden die Protokoll-Sets, denen Sie in dem Sprach-Modul zuerst begegnet sind, zur Übung verwenden, um zu diskutieren, wie Entwicklungscoaching aussieht und was es bedeutet, seinen Ansatz auf die Entwicklungsstufe des Klienten zuzuschneiden, zusätzlich zu der Beachtung anderer Aspekte ihrer Bedeutungskonstruktion.
Aufgrund der damit verbunden Subtilität und Kraft, werden wir eine guten Teil unserer Zeit darauf verwenden, wie man den Klienten das erste Feedback gibt, nachdem sie den MAP gemacht haben. Wir schlagen eine Reihe von Schritten vor, die sich als für alle Arten von Klienten erfolgreich erwiesen haben. Sie werden lernen die Ergebnisse nicht zu „verteidigen“, sondern den Dialog zu verwenden, um Ihre Annahmen zu prüfen und dem Klienten sowohl Unterstützung als auch Herausforderung zu bieten - je nach ihrer Bereitschaft.

Ein Teil der Erfahrung und Praxis wird Coaching im Fishbowl-Kontext mit Feedback und individuelles Paar-Coaching zu Ihren eigenen MAPs sein. Gegen Ende werden wir Metaphern über Coaching sammeln und betrachten wie die Ego-Reife des Coaches beeinflusst, was in einer Coaching Session möglich ist. Wir enden mit einer Diskussion über das Problem der Passung zwischen Coach und Coachee.

Empfehlung

Es wird empfohlen, vor der Fortbildung den Satzergänzungstest "MAP" (Maturity Profile) zu machen, weil dadurch eine bessere Einschätzung der eigenen Entwicklung möglich ist. Die Besprechung der individuellen Ergebnisse erfolgt telefonisch. Dieser Test ist auch Vorbedingung für die Teilnahme an Modul II und III der Ausbildung zum/zur LMF-Entwicklungs-BegleiterIn.
Nähere Informationen zur Testanforderung und Anmeldung zum Auswertungstag siehe rechts unter den Seminar-Details.

Zertifizierung

Ein Zertifikat autorisiert offiziell für die Arbeit mit dem LMF und MAP mit KlientInnen Dieses Zertifikat zum/zur LMF-Entwicklungs-BegleiterIn erhält, wer die folgenden Stufen absolviert hat:

  • Modul I: Basisseminar: Selbstentwicklung – LMF (2 Tage)
  • Satzergänzungstest MAP mit Auswertungs-Coaching (Voraussetzung für Teilnahme an Modul II)
  • Modul II: Vertiefungsseminar „Sprachanalyse“ (2 Tage) (16.-17. April 2011)
  • Modul III: „Entwicklungsorientierte Beratung“ (2 Tage) (15.- 16. Oktober 2011)