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28.6.2017 : 19:25 : +0200

Rettet mehr Spiritualität die Welt?

Workshop vom 03.-04.11. in Nürnberg

mit Prof. Dr. Dr. Katharina Ceming

 

Angesichts der stetig wachsenden Herausforderungen, die die globalisierte Welt an uns stellt, wird die Frage nach der richtigen Lebensform immer drängender. Wir erkennen zunehmend, dass das rein diskursive Denken zur Beantwortung der z.T. äußerst komplexen Fragen des Daseins nicht mehr ausreicht. So wie es scheint, bedarf es eines tieferen bzw. intuitiveren Zugangs. Dieser kann durch die und in der Spiritualität erfahren werden.

Dummerweise transformiert jedoch die Spiritualität nicht automatisch unseren inneren Schweinhund, unsere Schatten und unsere Marotten. Wir können tiefe Erfahrungen machen und für unsere Umwelt trotzdem eine Zumutung sein. Spirituelle Erfahrungen machen eben nicht zwangsläufig netter, sondern manchmal nur arroganter. Um zu verstehen, weshalb uns die Spiritualität allein nicht ethischer, besser und holistischer werden lässt, werden wir uns in diesem Seminar u.a. mit dem Modell der Entwicklungslinien und Bewusstseinsebenen beschäftigen und dieses auf uns selbst anwenden. Nur wenn wir unseren eigenen Bewusstseinsschwerpunkt kennen, gelingt es uns, unsere Stärken und Schwächen besser zu erfassen. Dazu ist es auch notwendig, dass wir uns unserer eigenen Glaubenssätze und Überzeugungen bewusst werden, die unser alltägliches Handeln prägen und bestimmen.

Wenn wir zudem begreifen, dass andere Menschen andere Bewusstseinsschwerpunkte haben und wir diese wahrnehmen und verorten können, ist es uns leichter möglich, in unserem Tun und Handeln auf unser Gegenüber einzugehen. Wesentlich dafür ist die Fähigkeit, Perspektivwechsel bewusst und aktiv vollziehen zu können.

Darüber hinaus wollen wir uns in diesem Seminar näher damit beschäftigen, was Ganzheitlichkeit für uns bedeutet und wie wir angesichts des Wissens um die Non-Dualität der Wirklichkeit mit dem umgehen, was uns bedrohlich oder schmerzhaft erscheinen. Heißt Ganzheitlichkeit alles zuzulassen? Oder lauert hinter der Maske der Non-Dualität bei Zeiten nicht ein infantiler Narzissmus, der sich weigert anzuerkennen, dass unsere negativen Eigenschaften für den Rest der Welt nicht einfach non-dual, sondern nur störend, verletzend oder nervig sein können. Dies herauszufinden ist ein wichtiger Teil des spirituellen Prozesses, der durch das integrale Werkzeug möglich wird, dessen wir uns in diesem Kurs bedienen werden.

Methoden:

Zum Kurs gehören Übungen, Vorträge und der Gruppenaustausch

Apl. Prof. Dr. Dr. Katharina Ceming

Studium der Germanistik und Theologie, Promotion in Philosophie und Theologie, Habilitation in Theologie. Beschäftigt sich seit bald 20 Jahren praktisch und theoretisch mit Spiritualität sowie philosophischen, religiösen und gesellschaftlichen Fragen in den verschiedenen Religionen. Seit 2011 freiberufliche Seminarleiterin und Publizistin, Organisation von spirituell-philosophischen Reisen.

www.quelle-des-guten-lebens.de