Sie sind hier: IF-HOME > Konferenz > 2005 Frankfurt a.M. AK Tagung
DeutschEnglishFrancais
23.4.2017 : 16:00 : +0200

AK Tagung 2005

Integrale Tage in Frankfurt (am Main) 2.9. - 4.9.2005

„Stell’ dir vor, du begegnest an wunderschönen Spätsommertagen und Abenden über hundert verschiedenen Menschen, verbringst mit ihnen zusammen das Wochenende in einer ansprechenden Umgebung und erlebst ein ebenso abwechselungsreiches wie interessantes Tagungsprogramm“  so in etwa lässt sich das beschreiben, was vom 2.9. bis 4.9. sich im Frankfurter Stadtteil Niederursel ereignete.

Der Arbeitskreis Ken Wilber in der DTG e.V. AK) hatte zu einer integralen Tagung eingeladen, über 100 TeilnehmerInnen hatten gebucht, und so trafen wir uns in den Räumlichkeiten eines anthroposophisch geführten Hauses unter dem Motto „Regional  Global  Integral“.
Nach einer Begrüßung und einem ersten Kennenlernen erfolgte ein „update“ bezüglich der neuesten Entwicklungen am Integralen Institut und der integralen Szene im deutschsprachigen Raum. Das Abendprogramm war kulturell gestaltet, zuerst eine Eurythmie-Performance (Berta Christi Heisterkamp), und dann ein Gitarrenduokonzert (Armin Ruppel, Michael Habecker).

Nach den Morgenübungen Samstag früh hatte man am Vormittag die „Qual der Wahl“ zwischen 9 verschiedenen Arbeitsgruppen (Aufstellung siehe unten). Die Ergebnisse dieser Gruppen wurden dann nach den Essen im Plenum vorgestellt, was vielen TagungsteilnehmerInnen die Gelegenheit bot, vor dem Plenum aktiv zu werden, und was die unterschiedlichen Angebote zusammenführte.

Nachmittags dann ein atmosphärischer wie auch inhaltlicher Höhepunkt das Telefoninterview mit Ken. Gewohnt locker und dabei hochkonzentriert beantwortete er eine Frage nach der anderen, charmant übermittelt von Monika Frühwirth. Nach eineinhalb Stunden fragten wir - besorgt um seine Gesundheit nach dem schweren Unfall vor 4 Wochen - nach, ob er weitermachen wolle  doch Ken war bereits wieder gut in Form und - wie schon in Bremen -  locker und  vergnügt („Was ist los mit euch, ihr werdet doch nicht schlapp machen?“) und stand uns noch für weitere 30 Minuten zur Verfügung. Dann mussten wir aus organisatorischen Gründen verabschieden. Zum Abschluss führte er uns spontan in eine One Taste Meditation. Die Spannung und Intensität dieser zwei Stunden entlud sich dann in einem donnernden Schlussapplaus und Jubel, und die Tagung war um ein Erlebnis reicher. (Durch eine improvisierte Simultanübersetzung von Michael Habecker konnte auch diejenigen, die dem Originalton nicht folgen konnten, am Gesagten teilhaben).

Beim kulturellen Abendprogramm entspannten wir uns dann. In einer Clown-Performance (Dirk Püschel) wurde wunderbar leicht der „Ernst“ des Integralen spielerisch transzendiert, und danach sorgte Shmuel Kedi, Sohn arabisch/jüdischer Eltern, an der Gitarre für heiter besinnliche Lieder, und Martin Jessen trug dazu Gedichte von ihm vor. Unter freiem Himmel bei Kerzenlicht zogen sich „im Hof“ die Gespräche der TeilnehmerInnen danach bis tief in die laue Sommernacht hinein.

Den Sonntag begannen wir wieder mit Morgenübungen, und im Anschluss daran führte uns Dirk durch eine Integrale Ökumene, bei der angeleitete meditative Übungen und dazu vorgetragene Texte aus den spirituellen Traditionen Leib und Seele gleichermaßen ansprachen.

Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen trafen wir uns erneut als Gruppe, wo wir von Johannes Drummer durch eine bewegende Austauschrunde geführt wurden („Talking Stick“), welche die Tagung beendete.

Die abgehaltenen Workshops waren:

  1. Integrales Business - Gerd Klostermann
  2. Integrale Medizin - Dr. Reinhard Lasser
  3. Integrales Coaching - Guido Fiolka
  4. Integrale Lebensführung - Michael Habecker
  5. Spiral Dynamics integral- ISBerlin
  6. Integrale Psychotherapie - Edith Zundel
  7. Integrale Pädagogik - Heinz Raab, Sonja Student
  8. Spirituelle Brücken: Wilber / Steiner / Cohen
    Jens Heisterkamp (Info 3) und Tom Steininger (WIE)
  9. "I-Move: Junge Integrale Initiative" - Dennis Wittrock


So weit eine „Innenansicht“ dieser Tage. Die Intentionen der Veranstaltung können wie folgt zusammengefasst werden: Die Ziele: Wir sind die, auf die wir gewartet haben. Die Fachtagung hatte das Ziel, den Stand der integralen Bewegung in Deutschland nicht nur zu erfassen, sondern auch weiterzuentwickeln.

Es ging um:
- Interdisziplinarität
- evolutionären "Drive"
- um Partizipation aller Beteiligten
- und um die gemeinsame Verantwortung für die Evolution.

Die nächste integrale Welle des Bewusstseins kann sich nur durch uns manifestieren. Ob und wie das geschieht, hängt von unseren Einsatz ab.

"Wir sind die, auf die wir gewartet haben!" Unter diesem Motto fasste Sonja Student von der Integralen Initiative Frankfurt (IIF) für das Veranstalterteam das Tagungskonzept zusammen. In einer Ausstellung der Regionalgruppen und Fachgruppen im Arbeitskreis konnten sich alle Teilnehmer über die Aktivitäten des Arbeitskreises informieren und ihr Wissen in einer integralen Rallye unter Beweis stellen.