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27.6.2017 : 12:34 : +0200

Mary Wollstonecraft - eine Wegbereiterin für die Gleichberechtigung

Mary Wollstonecraft (Quelle: www.wikipedia.de)

EVOLUTIONÄRES WEIBLICHES BEWUSSTSEINSFELD

von Barbara Schmid

 

Im Rahmen dieser im November 2007 gegründeten Fachgruppe im Integralen Forum möchten wir u.a. auch zu den historischen Wurzeln vordringen und fast vergessene Wegbereiterinnen der Frauenbewegung präsentieren.

Mary Wollstonecraft wurde am 27. April 1759 in London geboren. Ihr Buch „Eine Verteidigung der Rechte der Frauen“ bezeichnet Ken Wilber als eines der ersten und grundlegendsten Bücher der Frauenbewegung. Zu ihrer Zeit war sie eine international bekannte, bewunderte und umstrittene radikale Reformerin, engagiert vor allem für eine bessere Erziehung der Frauen, weniger bekannt hingegen als politische Autorin. Zugleich war sie auch eine Romantikerin und eine große Liebende. Ihre Leidenschaftlichkeit, aber auch lang unterdrückte Sinnlichkeit, hat sie nicht immer mit ihren theoretischen Forderungen in Einklang bringen können, was sie sehr menschlich macht.

Mary Wollstonecraft – integral

Bei aller Zurückhaltung, die es bei der AQAL Einschätzung von Persönlichkeiten zu bewahren gilt, kann Mary als eine Frau betrachtet werden, die hinsichtlich ihrer perspektivischen Sichtweise integral war. Sie hatte einen lebendigen Zugang zu ihrer Innerlichkeit (oberer linker Quadrant), konnte gut das Verhalten anderer beobachten und war gegenüber den Naturwissenschaften aufgeschlossen (oberer rechter Quadrant), sie hatte eine ebenso so klare wie einfühlsame Sichtweise auf die kulturellen Gegebenheiten ihrer Zeit (unterer linker Quadrant), was sie zu einer der ersten Kämpferinnen für Frauenrechte machte. Als politische und sozialkritische Autorin hatte sie einen ausgeprägten Sinn für systemische Zusammenhänge (unterer rechter Quadrant). Mit einem Bewusstseinsschwerpunkt bei Orange befand sich Mary zu ihrer Zeit an der Spitze der Entwicklung. Sie war eine leidenschaftliche Vertreterin einer weltzentrischen Perspektive, und kämpfte ihr Leben lang für Vernunft und aufgeklärte Rationalität. Mit ihren kognitiven Fähigkeiten überragte sie damit die meisten ihrer weiblichen und männlichen Mitmenschen. Im Bereich der Liebe war Mary dagegen sehr verletzlich, da ihre romantische Gefühlswelt mit der Lebensführung ihrer Partner in Konflikt geriet. Was Marys Zustandsweg betrifft, so lebte sie nicht nur sehr wach und bewusst im Bereich der grobstofflich manifesten Welt, sondern wir wissen auch aus ihren Briefen und Schriften von ihrem Zugang zur subtilen Dimension der Visionen, der Kreativität und der Inspiration. In diesem Sinn war Mary auch eine Mystikerin.

Die typologische Betrachtung zeigt uns eine Frau, die nicht nur eine der ersten Frauenrechtlerinnen war, sondern die schon zu ihrer Zeit diesbezüglich integral dachte, indem sie sowohl die weibliche wie auch die männliche Perspektive in ihren Schriften berücksichtigte.

Beruf und Berufung

Etwa bis zu Marys Kindheit in den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts hatten Frauen noch mehr Möglichkeiten einen Beruf zu erlernen, und keineswegs nur einen besonderen „weiblichen“. Sie waren ausgebildete Fleischerinnen oder Maurerinnen, arbeiteten in Möbelschreinereien, oder im Schmiedhandwerk. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts werden durch die zunehmende Industrialisierung immer mehr Frauen aus dem Erwerbsleben verdrängt, und es bleiben ihnen nur einige schlecht bezahlte Berufe wie: Nähen, Spitzenmachen, Strohflechten, Hutmacherei oder Dienstberufe. Für junge Frauen aus der Mittelschicht wie Mary, die nicht in die Fabriken abwandern und sozial absinken wollen, sind die Aussichten nicht gut. Frühe Heirat, schlecht bezahlte Heimarbeit mit Nähen oder Sticken oder ein Leben als Gouvernante, Gesellschafterin oder Privatlehrerin – mehr gibt es nicht. Ein Bereich jedoch expandiert damals in England, und hier wird Mary ihren Platz finden: der Buchdruck, das Verlags und Zeitschriftengewerbe. Immer mehr Menschen lernen im 18. Jahrhundert lesen und schreiben, und die Papierindustrie wächst.

Mary hat eine begrenzte Volksschulbildung. Ihre umfangreiche Bildung erlangte sie autodidaktisch und in Gesprächen mit literarisch und politisch gebildeten Persönlichkeiten ihrer Zeit. Die fehlenden Bildungschancen für Frauen geben ihr den Antrieb für ihre pädagogischen Schriften. Im Alter von 19 Jahren macht sich Mary von ihrer Familie unabhängig. Sie nimmt eine Stelle als Gesellschafterin an der Seite einer älteren, reichen, aber launischen Dame, bei der sie es nicht lange aushält.

Zwischen 1783 und 1786 betreibt sie mit ihrer Freundin Fanny und zwei ihrer Schwestern eine Tagesschule und gerät hier in einen Kreis von Menschen, der mit seinen politisch- reformerischen Ideen für ihren weiteren Werdegang bedeutsam wird. Sie schließt sich einer Reformbewegung, den Dissentern, an. Deren Wortführer setzten sich für Handel und Industrie ein, und vertraten Werte wie Sparsamkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Bescheidenheit und Rechtschaffenheit. Mit ihren Sonntagsschulen legen die Dissenter den Grundstein für ein nationales Erziehungsprogramm, bis dann 1870 in England die allgemeine Schulpflicht für Jungen und Mädchen eingeführt wurde.

Marys Mädchenschule entwickelt sich in der ersten Zeit sehr gut. In dieser Zeit schreibt Mary ihr erstes kleines Werk „Gedanken über die Erziehung von Töchtern“, das sie dem Londoner Verleger Joseph Johnson anbietet, der in ihrem weiteren Leben eine wichtige Rolle bei der Veröffentlichungen ihrer Schriften spielen wird. Nach dem frühen Tod ihrer Freundin Fanny, deren Verlust ihr sehr nahe geht, muss sie die Schule in Newington Green nicht nur aus Mangel an Geld, sondern auch wegen ihres gesundheitlichen Zustandes aufgeben.

Mary beginnt eine Stellung als Gouvernante im Hause einer adligen Familie mit drei Kindern in Irland. Sie schreibt an ihre Schwester: „Du machst dir keine Vorstellung! Diese Lady hält nicht etwa, wie es sich doch gehört, ihre Kinder in ihre Nähe, sondern ihre Hunde! Der ganze Pomp des ’high life’ passt nicht zu mir. Ich bin in einem Land von Fremden.“

In dieser Zeit entdeckt Mary das Schreiben als Selbsttherapie. „Mary, A Fiction“ ist ihr erster kleiner biographischer Roman. Ihr Verleger ermutigt sie, und Mary sieht für sich einen Silberstreif am Horizont: „Schreiben und endlich selbstständig sein!“

Ihre gesellschaftstheoretischen Überlegungen bewahrheiten sich an ihr selbst: „Gebt den Menschen faire
Chancen, gebt ihnen Hoffnung
und Perspektiven, und sie wer-
den als freie, selbstständige Menschen für sich selbst sorgen können!“ Biographisch und psychologisch ist Mary, A Fiction die Geschichte eines Mädchens und dann einer jungen Frau, die sich mit ihrem bisherigen Leben auseinandersetzt. Männer und Sexualität kamen in diesem Buch nicht gut weg. Wahre Liebe ist Religion, überirdisch, erhaben, entrückt, mystisch. Ihre Leidenschaftlichkeit und Sinnlichkeit steht in dieser Zeit im Konflikt zu ihrem Körper.

Obwohl sie als Gouvernante bei den Kindern des Hauses beliebt ist, wird ihr nach einem Jahr gekündigt. Mary erinnert sich an die aufmunternden Worte des Verlegers Johnson und geht nach London. Sie bezieht eine eigene kleine Wohnung, die ihr Johnson zur Verfügung stellt. Bisher hatte sie sich alles hart erkämpft und jetzt geschieht der erste entscheidende Schritt in ihre eigene Selbstständigkeit.

Mit einer Kampfschrift gegen Edmund Burke als „Antwort auf seine Betrachtungen über die französische Revolution“ wird Mary fast über Nacht in Europa berühmt.

Inzwischen ist sie nicht mehr die kleine, anonyme Lohnschreiberin, sondern eine viel diskutierte Autorin. Sie nimmt die Herausforderung an und veröffentlicht 1792 jene Schrift, die vor allem mit ihrem Namen verbunden ist: „Eine Verteidigung der Rechte der Frau.“ Noch vor politischen und juristischen Rechten geht es ihr um das Recht auf Bildung.

In der Erziehung der Kinder fordert Mary, dass man auf drei Ebenen anzusetzen habe: „Eine Sinnesschärfung durch die Erfahrung der Dinge, eine emotionale und charakterliche Bildung, und gleichzeitig die Einübung in die Verstandestätigkeit mit dem Ziel, denken und urteilen zu lernen. Und das gilt für Mädchen und Jungen gleichermaßen.“

Mary setzt sich für eine lebensnahe, praxisorientierte Bildung ein. „Industrial Training“ – berufsorientierte Grundausbildung – soll im Lehrplan aufgenommen werden.

Gleichzeitig hält sie die Erfahrung häuslicher Intimität und guter mütterlicher Erziehung für ein hohes Gut. „Ich bin überzeugt, dass wenige Menschen die Menschheit geliebt haben, die nicht zuerst ihren Eltern, Brüdern, Schwestern und sogar Haustieren, mit denen sie spielten, ihre Liebe entgegenbrachten.“

In dieser Zeit übersetzt Mary das Moralische Elementarbuch des deutschen Pädagogen Christian Gotthilf Salzmann (1744- 1811). Das Ziel der Aufklärungspädagogik von C. Salzmann ist die vielseitige, auch praktische Ausbildung der kindlichen Kräfte. Der deutsche Pädagoge revanchiert sich für ihre Übersetzung, indem er als erster in Deutschland ihr Buch über die Rechte der Frau herausbringt. In diesem Buch prangert Mary vor allem die Rechtlosigkeit der Ehefrauen an. Eine Frau konnte damals allgemein, so auch in England, nicht vor Gericht gehen. Sie durfte keinen Vertrag unterzeichnen, hatte keinerlei Zugriff auf den Familienbesitz. Dies galt auch für die Mitgift, die sie in die Ehe einbringt. Die Frauen des 18. Jahrhunderts waren, von den Oberschichten abgesehen, unmündig in jeder Hinsicht. Rechtlich und politisch existieren sie nur über den Mann. Wenn wir bedenken, dass es außerhalb Europas immer noch zahlreiche Länder gibt, in denen Frauen weit entfernt von dem sind, was Mary schon vor zweihundert Jahren forderte, dann ist ihre Stimme auch heute noch hochaktuell.

Als Mary ihr Buch „Die Verteidigung der Rechte der Frauen“ in Angriff nimmt, kann sie sich auf Vorläuferinnen oder Zeitgenossinnen stützen, wie z. B. auf Lady. In Deutschland etwa tritt Sophie von La Roche hervor mit dem Roman „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim (1771).

Wie stark uneheliche Mütter, geschiedene oder getrennt lebende Frauen gesellschaftlicher Ächtung ausgesetzt sind, wird in Marys eigener Biographie deutlich. Auch, wie sehr weibliche Sexualität bei den Frauen der Mittelschicht noch unterdrückt, und Sittsamkeit, keuscher Lebenswandel und voreheliche Jungfräulichkeit hochgehalten werden.
Bis zu ihrer Begegnung mit ihrer ersten großen Liebe Gilbert Imlay kommt die Ehe für Mary nicht in Frage. Deutlicher als ihre schreibenden Zeitgenossinnen sieht Mary, dass „weibliche Schwäche“ nicht angeboren, sondern durch gesellschaftliche Verhältnisse bedingt ist. „Nur Frauen, die ihren Körper stärken und ihren Geist ausbilden, sind in der Lage, Freundin und Partnerin ihrer Männer zu sein, und nicht nur unterwürfige Bedienstete ihres Gatten“.
„Nicht Macht über andere gilt es zu erringen, sondern vor allem Macht über sich selbst.“

Mehrfach kritisiert sie die damals vorherrschende, korrupte Praxis der Wahlen. Sie untergraben aus ihrer Sicht die Moral von Volk und Kandidaten. In der französischen Menschenrechtserklärung von 1790 war das allgemeine, freie und geheime Wahlrecht erstmalig proklamiert worden - allerdings nur für Männer. Es sollte noch lange dauern, bis auch die Frauen wahlberechtigt wurden, in Deutschland 1918, in England 1928, in Frankreich erst 1945.

Reisen und Auslandsaufenthalte

Durch Reisen erweiterte Mary ihre Weltkenntnis. 1792 zog es sie nach Frankreich, in das Land der Revolution. Sie trifft auf eine angelsächsische Kolonie von Revolutionstouristen, Journalisten, Politikberatern, Exilanten und Geschäftsleuten, darunter auch namhafte Deutsche. Sie verbringt 3 Jahr in Paris, wo sie alle Aufregungen der Revolutionsereignisse und eine leidenschaftliche Liebe zu dem Amerikaner Gilbert Imlay erlebt.

Kurz bevor diese Beziehung in die Brüche geht, wird ihre Tochter Francis geboren.

Verzweifelt kehrt sie als alleinerziehende Mutter unverheiratet und schutzlos zurück nach London und begeht dort zwei Selbstmordversuche. Trotz der Trennung von Imlay unternimmt sie kurz darauf in seinem Auftrag eine längere Skandinavienreise, auf der sie Nachforschungen über verschwundenes Silber aus seinen Handelgeschäften tätigen soll. Ihre Tochter Fanny und ein Kindermädchen sind mit dabei. Während dieser Reise wird sie Briefe schreiben, die sie später in einer umfassenden Reisebeschreibung über Skandinavien veröffentlichen wird, in einem Buch, das in der ganzen Welt großen Anklang findet.

„Ohne Liebe ist die Welt eine Wüste.“

In ihren Beziehungen sucht Mary Erfüllung und Glück und erfährt darin ihre größten Enttäuschungen. Sie sucht Glückserfüllung in mystischen Augenblicken, in denen sinnliche und seelische Leidenschaft miteinander verschmelzen. In den langen Phasen ihrer platonischen, fast mystische Schwärmerei zu dem Maler Heinrich Füßli im Londoner Kreis, einem der originellsten und verwirrendsten Geister dieser Zeit, der ihre Liebe jedoch nicht erwiderte, und auch zu Imlay ist sie allerdings in ihrer Schaffenskraft blockiert.

Das letzte Jahr

1797 lernt Mary den Philosophen William Godwin kennen und lieben. Mit Godwin hatte Mary einen Partner, der ebenso wie sie an Erziehungsfragen interessiert war. Der Umstand, dass sie bald schwanger ist, veranlasste beide zu heiraten, obwohl sie beide entschiedene Gegner einer Ehe sind. Sie wird, wie sie schreibt, eine Frau nach den Regeln der Gesellschaft, um innerhalb der Konvention nützlich handeln zu können.

Über die Geschlechterbeziehung schreibt Mary: „Das ist- und so muss es auch sein – der Lauf der Natur: Auf Liebe folgen unausbleiblich Freundschaft oder Gleichgültigkeit.“

Freundschaft setzt die Herausentwicklung aus eigener Ichbezogenheit voraus – bei Männern und Frauen, eines der Hauptanliegen von Mary .Am 30. August 1797 kommt ihre zweite Tochter Mary, spätere Mary Shelly (die mit ihrem Buch Frankenstein in die Weltliteratur einging), zur Welt. Diese Geburt verläuft komplikationsreich, so dass ein Arzt herbeigerufen wird. Für Mary kam das Wissen eines Ignaz Semmelweiß zu spät, der Mitte des 19. Jahrhundert entdeckte, dass Infektionen wie das Kindbettfieber häufig durch die Hände von Medizinern oder Hebammen übertragen werden, welche die Mütter behandeln. Von dieser Geburt erholt sich Mary nicht mehr. Sie stirbt mit erst 38 Jahren am 10. September am Kindbettfieber.

Ein Kind ihrer Zeit

Karin Priester, eine Biographin von Mary schreibt: „Liegt Rousseaus epochale Bedeutung vor allem im Gespür für die Grenzen der Aufklärung, im Erfassen der Widersprüche und Pathologien seiner Zeit, so ist auch Mary symptomatisch nicht nur für weitschauende Zukunftsperspektiven, sondern auch schon für das Leiden an der damals sich erst ankündigenden modernen Welt.“ Mary war und blieb bis an ihr frühes Ende eine Zerrissene zwischen Vernunft und Leidenschaft, Aufklärung und Romantik, Zukunft und- Rückwärtsgewandtheit. Nicht zuletzt war sie, gerade auch in ihrer inneren Zerrissenheit, ein Symptom für die Beengtheit der den Frauen ihrer Zeit von der Gesellschaft zugewiesenen Rolle.

Nachzeit

Bald nach ihrem Tod ist Mary zunächst vergessen. Weder ihr unkonventionelles Leben noch ihre Schriften passen zum geistigen Klima des Viktorianismus. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird sie als Frauenrechtlerin und politische Autorin wieder entdeckt.

Wenn wir ihre Bücher lesen, erleben wir Mary Wollstonecraft als eine mutige Frau. Ihre kraftvolle Stimme in ihren Schriften vermag auch heute noch Kopf und Herz, Mann und Frau berühren: „Es ist die Liebe zum ganzen Menschgeschlecht, die mich beim Schreiben beflügelt und mich das ausdrücken lässt, was ich für die Grundlage der Tugend halte.“

Menschensinn ist geschaffen, um Vollkommenheit zu bewundern, und vielleicht ist unsere Sehnsucht danach und die Freude angesichts des Schattens ein schwacher Umriss jenes Urbildes, das der Seele aufgeprägt ist. Verloren in sinnlichen Freuden, denken viele allein nur an die Welt. Obwohl wir allgemein dafür halten, dass es so etwas wie Glück auf Erden nicht gibt, so bedarf es schon harter Enttäuschungen, um uns davon abzuhalten, danach zu suchen und Zufriedenheit darin zu finden, einen besseren Zustand anzustreben....

Es ist die einzige feste Grundlage des Trostes, auf dass die schwache Anstrengung der Vernunft Beistand findet, auf dass unser Herz und Hirn verbessert und erhoben werden, bis die Zeit kommen wird, wo wir nicht nur Vollkommenheit erblicken, sondern auch das Glück aller Wesen um uns herum.“

Quellenangaben und Literaturhinweise:

Mary Wollstonecraft: Das Unrecht an den Frauen oder Maria (ein Fragment), Eine Verteidigung der Rechte der Frauen, Reisebriefe aus Skandinavien


William Godwin: Erinnerungen an Mary Wollstonecraft

Karin Priester: Ein Leben für die Frauenrechte, Biographie,

Mary Shelly, die Frau, die Frankenstein erfand, Biographie

Mary Shelly: Frankenstein oder der moderne Prometheus [Quelle: Wikipedia]

 


Quelle: IP 12 – 03/2009