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25.7.2017 : 20:34 : +0200

Wicked & Wise: How to Solve the World’s Toughest Problems

Alan Watkins & Ken Wilber

Eine Buchbesprechung von Michael Habecker

Dieses 2015 erschienene Buch hat sich zum Ziel gesetzt, den Beschreibungs- und Handlungsrahmen der integralen Theorie auf kompliziert/komplexe1 – oder wilde – Probleme unserer Zeit weise anzuwenden – daher der Titel “wicked and wise”.

Das Buch ist das erste und einführende Buch einer geplanten Serie. Spätere Bücher sollen sich dann im Detail jeweils mit einzelnen Themen beschäftigen. Ein zweites Buch, Crowdocracy: The End of Politics, ist bereits erschienen, das sich mit der Weiterentwicklung der parlamentarischen Demokratie beschäftigt.

Zu Beginn (Acknowledgement) beschreibt Alan Watkins (AW) seinen persönlichen Bezug zur Buchthematik und wie es zur Zusammenarbeit mit Ken Wilber kam. Im Vorwort erläutert Ken Wilber dann, warum er diesmal von seinem Grundsatz, „nur“ ein Vorwort zu schreiben, abgewichen ist und sich als Co-Autor betätigt hat: „Wilde Probleme treffen erstmals auf einen gleichermaßen wilden integralen Rahmen.“

Die Hoffnung von Alan und mir ist, dass durch die Anwendung eines erweiterten, umfassenderen „integralen Kohärenzmodells“ neue Bereiche, Dimensionen, Methoden, Forschungsfelder und Ansätze verfügbar werden zur Lösung welchen Problems auch immer, von den einfachsten bis zu den komplexesten.

Teil 1: Was macht ein wildes Problem wild?

Ohne ein Verständnis eines Problems kann es keinen Fortschritt geben.

Das „Problem“ selbst ist nicht wirklich das Problem – das eigentliche Problem ist unser fehlendes Verständnis für ein Problem.

Was ein Problem wild macht, ist, dass es sich durch die üblichen naturwissenschaftlichen Lösungsansätze nicht zähmen lässt. Die Autoren führen eine Reihe von Eigenschaften auf, welche ein wildes Problem charakterisieren. Ein ganz wesentliches Merkmal dabei ist, dass wir es immer mit gesellschaftlichen Problemen zu tun haben, d. h. „Probleme, die von Menschen geschaffen und verschlimmert wurden.“ Durch die Verdoppelung der Weltbevölkerung seit 1973 hat sich auch die Komplexität der menschlichen Gesellschaft erhöht, was auch zur Zunahme wilder Probleme führt. Noch exponentieller steigt die Menge an verfügbaren Informationen. Die erste Herausforderung, die sich stellt, ist die, ein wildes Problem überhaupt zu definieren: „Schlechte Definitionen sind vielleicht das größte Hindernis beim effektiven Umgang mit wilden Problemen.“ Und: „Die Lösung der Probleme erfordert deutlich mehr als lediglich individuelle und kollektive Verhaltensänderungen.“

Die Autoren identifizieren sechs Haupteigenschaften wilder Probleme:

  1. Ein wildes Problem ist mehrdimensional.

  2. Ein wildes Problem hat vielfache Interessenhalter2

  3. Ein wildes Problem hat vielfache Ursachen.

  4. Ein wildes Problem hat vielfache Symptome.

  5. Ein wildes Problem hat vielfache Lösungen.

  6. Ein wildes Problem entwickelt sich ständig.

  7. Politiker sind selber Getriebene und haben keine eigene Stimme und Wahlmöglichkeit.

  8. Das System fördert Eigeninteressen und Skandale.

Diese Haupteigenschaften werden dann ausführlich und unter Nennung konkreter Beispiele erläutert. Dabei werden die vier Quadranten vorgestellt: „Alle Probleme, wild oder auch nicht, können aus diesen Dimensionen betrachtet werden: Tun, Sein, subjektiv in Beziehung, objektiv interagierend.“ Eine zur Komplexitätsreduzierung häufig verwendete Zusammenfassung sind die sogenannten PESTLE-Elemente (political, economic, sociological, technological, legal, environmental). Doch diese werden, darauf weisen die Autoren hin, fast ausschließlich im Hinblick auf ihre externe Dimension zur Anwendung gebracht. Innerliches wird unberücksichtigt gelassen. Wie unverzichtbar jedoch die Berücksichtigung der inneren Dimensionen ist, wird an einer Fallstudie zum Thema „Armut“ beschrieben. Als ein positives Beispiel für die Anwendung einer Multidimensionalität im Sinne der Quadranten wird die Foundation Paraguay erwähnt. Die Notwendigkeit der Berücksichtigung von Perspektiven wird vor allem gegenüber den unterschiedlichen Interessenhaltern eines wilden Problems deutlich:

Interessenhalter verwenden oft objektive Daten, um ihre eigene subjektive Perspektive zu stützen, und verstecken und tarnen sich dabei als objektiv unbeteiligter Beobachter.

Diese Lücke zwischen 1te-Person-Perspektive und 3te-Person-Perspektive kann nur geschlossen werden durch die dialogische Einnahme einer 2te-Person-Perspektive des miteinander Redens. Die Haupteigenschaft „Entwicklung“ weist auf die evolutionäre Komplexität wilder Probleme hin und den Dreifachschritt von Emergenz-Differenzierung- Integration bei jedem Entwicklungsprozess.

Differenzierung ist extrem wichtig, wenn man die Teile verstehen will, doch diese müssen dann wieder in ein Ganzes integriert werden. Integration ist die wirkliche Herausforderung unserer heutigen Zeit.

Die Zusammenführung der über ihre Haupteigenschaften identifizierten wilden Probleme hin zu einer Lösung geschieht durch „integrale Kohärenz“, als eine spezifische Anwendung des integralen Rahmens auf wilde Probleme.

Der integrale Rahmen definiert die speziellen Teile des Puzzles, die es braucht, um wilde Probleme zu lösen. Kohärenz definiert die Qualität der Interaktion zwischen diesen Teilen.

Teil 2: Wilde Probleme brauchen weise Antworten

Weisheit, so betonen die Autoren, ist nicht nur eine anstrebenswerte Vorstellung sondern eine tägliche Praxis.

Die Kultivierung von Weisheit bezieht sich auf persönliche Transformation, eine Erweiterung unseres individuellen und gemeinschaftlichen Bewusstseins, konstruktive und positive Beziehungen und ein vollständiges Verständnis der Art und Weise, wie wir in Beziehung zur Welt stehen.

Als einen Bezugsrahmen für weise Antworten stellen die Autoren dann die integrale Theorie mit ihren Bestandteilen vor (Quadranten, Ebenen, Linien, Zuständen und Typen) und erläutern diese auch an praktischen Beispielen.

Während Gesetze und deren Durchsetzung extrem wichtig sind, hat Korruption dennoch hauptsächlich ihren Ursprung in den linksseitigen inneren Quadranten von Bewusstsein und Kultur.

Studien zeigen immer wieder, dass die vertikale Entwicklung eine der wichtigsten Einzelfaktoren von Erfolg in praktisch jedem Bereich ist: Bildung und Erziehung, Geschäftsleben und Management, politische Führung und sogar militärisches und strategisches Denken. Und diese Entwicklung von Höhe [altitude] unterscheidet sich dramatisch von einer Verbreiterung des Wissens und der Fähigkeiten auf gleicher Höhe [aptitude]. „Horizontale Entwicklung“ fügt weitere „apps“ hinzu, wohingegen „vertikaler Entwicklung“ das „menschliche Betriebssystem“ auf eine neue Ebene führt.

Die Verbindung des integralen Rahmens – Ken Wilber – mit der Kohärenzidee und -Praxis, mit der sich Alan Watkins ausführlich beschäftigt, vermittelt den Übergang von der Theorie in die Praxis:

Auch wenn der integrale Rahmen uns entscheidend darin unterstützt, wirkliche Lösung für die wilden Probleme, denen wir uns gegenüber sehen, zu finden, so müssen wir auch sicherstellen, dass dies auf eine funktionale und kohärente Art passiert, in der es nicht zu ungesunden und inkohärenten Fehlfunktionen kommt. Integrale Kohärenz ist ein Versuch, wilde Probleme in der realen Welt zu lösen.

Was das bedeutet und wie das geschehen kann, erläutern die Autoren anhand konkreter Beispiele.

Letztendlich ist Kohärenz die richtige Menge an Mustern stabiler und doch dynamischer Veränderungen über alle Entwicklungslinien, alle Quadranten und alle Ebenen, die uns einen größeren Zugang zum menschlichen Potenzial ermöglichen.

Integrale Kohärenz ist die Betonung der Kohärenz innerhalb des integralen Rahmens. Diese stellt sicher, dass die Menschen, die sich mit der Lösung komplexer Probleme beschäftigen, eine angemessene Landkarte zur Verfügung haben UND dass sie ausreichend erwacht und erleuchtet sind, um als führende und menschliche Wesen diese Landkarte effektvoll einzusetzen.

Teil 3: Klimaveränderungen

Anhand der Herausforderung von Klimaveränderungen erläutern die Autoren in diesem Abschnitt die konkrete Anwendung integraler Kohärenz, beginnend mit den in Teil 1 vorgestellten Haupteigenschaften und deren spezifischen Ausprägungen in Hinblick auf Klimaveränderungen. Dabei wird immer wieder die allgemeine Vernachlässigung der inneren Dimension deutlich:

Im Jahr 2009 legten die Mitglieder des World Business Council for Sustainable Development einen Bericht Vision 2050 vor, als einen Weg, wie 9 Milliarden Menschen in Zukunft auf diesem Planeten leben könnten. Sie formulierten dazu drei entscheidende Versprechen: ein wirtschaftliches Versprechen, ein Umweltversprechen und ein soziales Versprechen. Dies ist ein großer Schritt voran, doch es handelt sich nach wie vor um Es-systemische Variationen im Hinblick auf den unteren rechten Quadranten und die PESTLE-Faktoren. Zu diesen müsste, als ein Minimum, noch ein kulturelles Versprechen hinzugefügt werden, ebenso wie ein persönliches Versprechen.

Die Herausforderung, eine große Anzahl unterschiedlicher Interessenhaltern auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen mit unterschiedlichen Perspektiven von einem Thema wie Klimaveränderung zu überzeugen, formulieren die Autoren wie folgt:

Es ist ein schwieriges Dilemma: Je leidenschaftlicher man sich für etwas Bestimmtes einsetzt, desto mehr motiviert das diejenigen, die die gleichen Werte teilen. Gleichzeitig erhöht sich das Risiko, diejenigen mit anderen Werten dabei zu verlieren. Verwässert man daraufhin das, wofür man eigentlich steht, damit sich niemand herausgefordert und entfremdet fühlt, dann demotiviert das wiederum diejenigen, die sich wirklich engagieren wollen. Diese Schwierigkeit eines manchmal unmöglichen Balanceaktes ist eines der Dinge, welches wilde Probleme so wild macht.

Dieses Spannungsfeld wird beispielhaft an Gruppen unterschiedlicher Interessenhalter zum Thema Klimaveränderung erläutert (Regierungen, NGOs, Wirtschaft, Individuen, Wissenschaftler/Experten).

Teil 4: Die wilde Lösung

Eines der politischen Probleme bei der Lösungsfindung beschreiben die Autoren wie folgt:

Politiker aller Seiten des politischen Spektrums haben die Einstellung:„ich habe Recht und du hast Unrecht.“ In Krisenzeiten oder bei Fragen nationaler Sicherheit gibt es manchmal eine gewisse Annäherung hinsichtlich der vermeintlich gegensätzlichen Positionen, doch grundsätzlich sind überparteiliche Vereinbarungen selten.

Doch …

Lösungen müssen die unterschiedlichen Interessenhalter berücksichtigen, unterschiedliche Ursachen und Symptome adressieren und auch unterschiedliche Lösungswege ansprechen. Die Lösung selbst muss sich permanent mit der Problemlösungsentwicklung und der Entwicklung der Aufgabenstellung entwickeln.

Es werden fünf Phasen des Problemlösungsprozesses ausführlich und beispielhaft beschrieben. Dabei findet etwa „80 % der damit verbundenen Problemlösungsarbeit statt bevor die Interessenshalter zusammenkommen.“

Phase 1: Kartographierung des Problems mittels eines integralen Überblicks.

Phase 2: Kartographierung der Netzwerke zur Identifikation von Interessenhaltern und deren Meinungsspektrum.

Phase 3: Kartographierung der wesentlichen Interessenshalter in ihrer integralen Mehrdimensionalität.

Phase 4: Einbeziehung der wesentlichen Interessenhalter.

Phase 5: Einbeziehung eines integral-kohärenten Moderators und Mediators zur Moderation des fortlaufenden Problemlösungsprozesses.

Bei der Diskussion einer „Netzwerkanalyse“ wird erneut die Bedeutung des Einbeziehens der inneren Dimension hervorgehoben.

Die Lösung wilder bzw. hochkomplexer Probleme erfordert nicht, dass sich alle Beteiligten in einem Raum befinden müssen. Sie erfordert eine tiefe Netzwerkanalyse, um das Netzwerk und die unterschiedlichen Einflüsse und Wirkungskreise der Beteiligten zu verstehen. Doch, wie wir bereits gesagt haben, zeigt uns eine solche Landkarte lediglich die äußere Dimension eines Netzwerks (unterer rechter Quadrant). Sie zeigt uns nicht die inneren linksseitigen Dimensionen, die Ebenen des Wachstums und der Reife und die unterschiedlichen Entwicklungslinien dieses Netzwerkes. Um darüber etwas zu erfahren, müssen wir uns mit den Interessenhaltern selbst beschäftigen, in einer fortwährenden Ausdehnung unserer integralen Analyse.

Am Beispiel des Kyoto-Protokolls:

Auch wenn alle Beteiligten, die das Protokoll 1997 unterschrieben haben, sich in einem Raum befanden, gab es nur sehr wenig innerliches individuelles oder gemeinschaftliches Sich-Verpflichten, was die Wirksamkeit sehr stark beeinträchtigt. Dies ist ein klassisches Beispiel für das Versagen einer Lösung, wenn sie ausschließlich in der Es-Dimension geschaffen wurde.

Ein wesentlicher Integrationsfaktor ist die Wir-Dimension.

Persönlichkeiten, die in der Lage sind, einen komplexen Dialog zu führen, sind Menschen, welche die Wir-Dimension und einen Wir-Prozess zu meistern in der Lage sind. Sie sind danach auch in der Lage, im Rahmen dieses Wir-Prozesses die unterschiedlichen Ich- und Es-Dimensionen zu integrieren.

Und noch einmal:

Vertikale Entwicklung bzw. die Zunahme der Entwicklungshöhe dieser drei Dimensionen [Ich, Wir und Es] ist der wesentliche Erfolgsfaktor in praktisch jedem Bereich, einschließlich der Lösung wilder bzw. komplexer Probleme. Sich zusätzliche Fähigkeiten, Wissen und Erfahrung anzueignen, ist wichtig, doch es ist nicht genug.

Der beste Weg, um die Wahrscheinlichkeit einer allumfassenden gemeinschaftlichen Vereinbarung zu erhöhen, ist die Steigerung der Aufnahmefähigkeit jedes Individuums, welches an diesem Prozess teilnimmt.

Die Moderation und Mediation derartiger Prozesse ist entscheidend.

Wenn auch vielleicht 80 % der Lösung wilder Probleme außerhalb und im Vorfeld eines Treffens der Interessenhalter stattfindet, so ist doch bei einem Treffen eine gute Mediation und Moderation ganz wesentlich.

Der integrale Ansatz kann dann dabei helfen, „dass der Lösungsprozess nicht durch unbewusste, ungesehene oder unerwünschte Faktoren zum Entgleisen gebracht wird.“

Jeder gute integrale Mediator achtet nicht nur auf den gemeinschaftlichen Raum einer zweiten Person (Wir), sondern auch auf die Entwicklungshöhe dieses Raumes. Ethnozentrische Wir-Räume bringen global-weltzentrische Protokolle öfter als alles andere zum Scheitern.

Die Perspektive einer zweiten Person ist die gemeinschaftliche Perspektive, und sie ist das Geheimnis konstruktiver und effizienter Beziehungen. Doch dies geschieht nur dann, wenn sich der allgemeine gemeinschaftliche Bewusstseinsschwerpunkt der Interessenhalter in Richtung einer weltzentrischen Entwicklungsstufe bewegt.

Die Moderation der Perspektive einer zweiten Person auf einer weltzentrischen Entwicklungsstufe ist ein sehr diffiziler und anspruchsvoller Prozess, speziell wenn es darum geht, Menschen darin zu unterstützen, über ihre ethnozentrisch eingebundenen Identitäten hinaus zu wachsen.

Das AQAL-Element „Zustände“ eröffnet eine weitere Dimension:

Ohne eine Überwindung eines tief sitzenden Empfindens der Trennung – einer Subjekt/Objekt-Dualität, die auch als „Aufwachen“ bezeichnet wird, sind, so sagen uns aufgewachte Menschen, alle Ansätze gegenüber der Klimaveränderung zum Scheitern verurteilt, weil sie nicht tief genug und zur grundlegendsten Ursache vorstoßen – der Trennung zwischen Menschen und Kosmos.

Epilog

Im Epilog zum Buch weisen die Autoren darauf hin, dass dieses Buch das erste und einführende Buch in einer geplanten Buchreihe zu unterschiedlichen Themen ist wie: Regierung/Demokratie, Gesundheit, Wirtschaft, Bildung und Erziehung, Ernährung, Kapitalismus und Gender. Ken Wilber, als der Co-Autor dieses Buches, hat seine Mitarbeit an der gesamten Buchreihe zugesagt3.

Dies ist eine außerordentliche Zeit in der Menschheitsgeschichte, wo wir uns gleichzeitig der „besten aller Welten“ und der „schlimmsten aller Welten“ gegenübersehen. Was die beste aller Welten betrifft, ist die Menschheit in der Tat auf dem Weg zu einem siebenten oder achten Haupttransformationsschritt in ihrem Bewusstsein und in ihrer Kultur. Diese Transformation ist die erste zu einer wirklich integrierten oder integralen Ebene von Sein und Bewusstsein, als etwas, das es bisher in der Menschheitsgeschichte noch nicht gegeben hat.

Was die schlimmste aller Welten betrifft, sind die komplexen Probleme, mit denen wir zu tun haben, ein Ergebnis dessen, dass wir unser auftauchendes integrales Potenzial noch nicht nutzen, um sie zu lösen. Es ist kein Zufall, dass globale Probleme gleichzeitig mit einem global-integralen Bewusstsein auftreten. Krankheit und Heilung, Problem und Lösung, Zusammenbruch und Durchbruch erscheinen miteinander.

In einer Reihe von Anhängen zum Buch erörtern die Autoren dann am Beispiel des „wilden“ Problems Klimaveränderung Aspekte konkrete Lösungsansätze.

Appendix 1: Politische Dimensionen der Klimaveränderung

Appendix 2: Ökonomische Dimensionen der Klimaveränderung

(aus: Online Journal Nr. 60)

1 Eine Online-Übersetzung bietet für das englische „wicked“ folgendes an: böse, boshaft, gemein, niederträchtig, sündhaft, schlecht, schlimm, gottlos, frevelhaft, übel. Ich (mh) habe mich für das Wort „wild“ zur Übersetzung entschieden.

2 Das englische „stakeholder“ hat unterschiedliche Bedeutungsdimensionen wie Interessenvertreter

Anspruchsberechtigte, Projektbeteiligte, Anspruchspersonen, Anspruchsberechtigte Interesseneigner, (relevanter) Akteure.

3 Das Buch zum Thema Regierung/Demokratie ist bereits unter dem Titel Crowdocracy erschienen.