Buchbesprechungen (integral informiert)
Die integrale Perspektive eröffnet neue und umfassendere Möglichkeiten sich selbst, andere und die Welt zu sehen. Diese neue Sicht auf die Welt umfasst auch eine neue Sicht auf die Medien, über die sich "die Welt" artikuliert. Diese neue, integral informiert Sicht bleibt dennoch, wie jede Perspektive immer auch subjektiv, und abhängig von dem oder der, der sie einnimmt.
In diesem Sinn sind die hier vorgestellten Buchbesprechungen zu verstehen, als persönliche Sichtweisen von Veröffentlichungen vor dem Hintergrund der integralen Theorie und Praxis.
IL - Integrales Leben
- HOME/NEWS.
- Integrales Leben.
- Premium-/Abo-Login.
- Neu auf Integrales Leben.
- Online-Journal integral informiert.
- Abo IL / OJ.
- Grundlagen des Integralen.
- Aufbauwissen.
- Anwendungen.
- Ken Wilber.
- Meditation.
- Inhaltssuche.
Medien
In dieser Sektion finden Sie alles zum Thema "Medien" aus integraler Perspektive betrachtet.
In erster Linie sammeln wir in dieser Sektion Besprechungen aktueller Medien mit integralen Inhalten, d.h. Bücher, DVDs, CDs, Online-Kurse, Videos, und dergleichen oder aber auch Besprechungen konventioneller Medien aus integraler Sicht.
Wir hoffen, dass wir hier dann in Zukunft auch medientheoretische Beiträge aus integraler Sicht präsentieren können. Vorschläge sind willkommen!
Buchbesprechungen
Integrale Psychotherapie – Ein umfassendes Therapiemodell auf der Grundlage der Integralen Philosophie nach Ken Wilber
Integrale Psychotherapie – Ein umfassendes Therapiemodell auf der Grundlage der Integralen Philosophie nach Ken Wilber
von Wulf Mirko Weinreich
eine Buchbesprechung von Michael Habecker
Wulf Mirko Weinreich hat ein Buch geschrieben mit dem Titel Integrale Psychotherapie – Ein umfassendes Therapiemodell auf der Grundlage der Integralen Philosophie nach Ken Wilber, und, um es vorweg zu nehmen, dies ist ein wunderbares Buch geworden.
Es ist ein Buch vom einem Praktiker für Praktiker, welches auch den „hohen“ theoretischen Ansprüchen genügt, die man an ein derart anspruchsvolles Vorhaben stellen darf.
Nach einleitenden Worten zum Hintergrund und zur Entstehung des Buches kommt Wulf Mirko im ersten Teil gleich zur Sache, und erläutert die philosophischen, erkenntnistheoretischen und wissenschaftsorientierten Grundlagen von Wilbers Ansatz. Er schreckt dabei auch nicht vor der Darstellung des Holon-Ansatzes zurück, und beschreibt ausführlich die Grundbausteine der Quadranten, Ebenen und Linien des integralen Modells (auch die Typologien und Zustände sind in dem Werk integriert, was den „AQAL-Ansatz“ – alle Quadranten, Ebene, Linien, Zustände und Typen komplettiert).
Martin Ucik: Integral Relationships, A Manual for Men
Martin Ucik: Integral Relationships, A Manual for Men

eine Buchbesprechung von Michael Habecker
Martin Ucik hat ein wunderbares Buch geschrieben. Es ist ein Buch über Beziehungen, genauer gesagt über die Beziehung zwischen Männern und Frauen, geschrieben für Männer, (ohne, worauf der Autor hinweist, gleichgeschlechtliche Beziehungen in irgendeiner Form zu diskriminieren), doch aus den Einsichten können alle Menschen profitieren, die sich für Beziehungen und Zwischenmenschlichkeit interessieren. Das Neue und Andere an diesem Buch, im Unterschied zu vielen anderen Beziehungsbüchern oder Mann/Frau Büchern, ist seine integrale Perspektive. Daher ist das Buch auch für diejenigen wichtig, die sich für die Anwendung des Integralen interessieren. Erneut stellt Wilbers Ansatz, in den Händen des Autors Ucik, seine große Flexibilität und Aussagekraft unter Beweis.
Sonstige Besprechungen
E-Course Advanced Integral (1)
E-Course Advanced Integral (1)

[Informationen zum Kurs unter:
https://www.coreintegral.com/programs/courses ]
Ich bin nicht sicher, ob diese Rückmeldung hilft, doch dieser Kurs ist wirklich anspruchsvoll. Ich habe 20 Jahre gebraucht um das meiste davon zu lernen.
Ken Wilber, bezogen auf den Kurs Advanced Integral
Endlich ist er da, der Kurs Advanced Integral. Es ist der zweite Kurs einer dreiteiligen Reihe. Der erste Kurs, Essential Integral, veröffentlicht 2009 als eine DVD Reihe, ist eine ausführliche Einführung in die Integrale Theorie und Praxis. Der dritte Kurs, dessen Veröffentlichung für Ende 2011 angekündigt wird, wird sich mit Anwendungen beschäftigen. Der zweite, nun vorliegende Kurs ist ein Aufbaukurs, der, so die Versprechung, „unveröffentlichte Arbeiten, Entwürfe und neue, bisher noch nicht diskutierte Themen“ zum Inhalt hat. Dieser Kurs ist als Download und als DVD Reihe erhältlich. Nachdem in den letzten Jahren die integrale Theorie und Praxis eine enorme Verbreiterung (und Verbreitung) erlebt hat, und vor dem Hintergrund der Ankündung mehrerer Buchprojekte „in Arbeit“ durch Ken Wilber, verspricht Advanced Integral eine Darstellung des aktuellsten Standes der integralen Theorie.
Im Folgenden soll der Versuch unternommen werden, die Kursinhalte im Überblick wiederzugeben, um einen Eindruck zu vermitteln, worum es dabei geht.
Lektion 1: Einführung
Am Beginn des Kurses steht das Versprechen einer „second simplicity“. Diese bedeutet einen Lernweg, der von einem einfachen Erstverständnis über die Erschließung der vollen Komplexität einer Thematik zu einer neuen Einfachheit führt. Diese neue Einfachheit hat jedoch im Unterschied zur ersten Einfachheit die Komplexität integriert und geht über sie hinaus. Man muss durch die Komplexität hindurch, um zur erneuten Einfachheit zu gelangen. Aus Wissen wird so Weisheit.
Sowohl Kurs 01 als auch Kurs 02 dienen als Basis für die Anwendungen in Kurs 03. Das Verständnis der Inhalte von Kurs 01 ist wiederum eine Voraussetzung für das Verstehen von Kurs 02. Der Kursteilnehmer wird gleich zu Beginn in Form einer introspektiven Selbstreflektion dazu eingeladen, sich seiner eigenen Motive und Erwartungen bezüglich des Kurses bewusst zu werden und sich zu fragen, was er oder sie mit dem Kurs machen möchte, und ob er oder sie das Gelernte in den Dienst des eigenen Lebens und den Dienst für andere stellen möchte.
Nach dieser Einführung bietet die Einführungslektion die Möglichkeit zwischen Themenbereichen zu wählen, die hintereinander besprochen werden: ein Theoriepfad, ein Kursüberblick und eine Untersuchung der eigenen Lernziele.
weiterlesen
E-Course Advanced Integral (2)
E-Course Advanced Integral (2)

eine Besprechung von Michael Habecker
Lektion 3 Zonen
Durch die zusätzliche Unterscheidung von innen und außen (zusätzlich zu innerlich/äußerlich und individuell/kollektiv) gelangt man zu den Zonen. Macht man diese Unterscheidung in jedem der Quadranten, erhält man acht Zonen, als das Innen und das Außen eines individuellen Holons in jedem der Quadranten/Dimensionen.
Die früheste Erwähnung dieser Differenzierung bei Wilber findet sich in Eros, Kosmos, Logos, in der sich über sieben Seiten erstreckenden Fußnote 28. Dabei verwendet Wilber nicht die Begrifflichkeit von Innen/Außen, sondern unterscheidet zwischen einer Oberflächen- und einer Tiefendimension, bzw. zwischen manifest und latent. Es ist faszinierend, vor diesem Hintergrund diese Fußnote neu zu lesen, als der Keimzelle, wenn man so will, von Wilbers aktuellem Werk. Hier einige Auszüge (Eros Kosmos Logos, S. 629):
„ ... wenn wir uns die Literatur zu jedem der vier Quadranten ansehen, fällt auf, dass sie alle eine Oberflächen- und eine Tiefen-Dimension aufweisen ... Fangen wir an mit der Grobeiteilung in rechte und linke Seite (um dann später noch die Unterteilung in oben und unten oder individuell und sozial vorzunehmen):
Hermeneutik (linke Seite) und Strukturalismus/Funktionalismus (rechte Seite) erkennen beide sowohl Oberfläche als auch Tiefe (oder Manifestes und Latentes), wobei erstere größtenteils bewusst und letztere größtenteils unbewusst ist (wenngleich das Unbewusste oder Verborgene oder Latente durch spezielle Mittel zu Bewusstsein gebracht werden kann).
Das Verhältnis von Oberflächen- und Tiefeninterpretation hat Heidegger (in Abschnitt I und II von Sein und Zeit) besonders sorgfältig herausgearbeitet. Eine Oberflächeninterpretation ist den Eingeborenen einer Kultur in ihrem Alltagsleben nicht unbedingt voll bewusst, doch weist man sie darauf hin, so erkennen und bestätigen sie solche Interpretationen in aller Regel. Die Aussagen solch einer „Hermeneutik des Alltags“ sind irgendwie (bewusst oder vorbewusst) bekannt, aber nicht unbedingt artikuliert, und in der Oberflächenschicht der Hermeneutik geht es darum, solche gemeinsamen Interpretationen zu artikulieren ... Tiefenhermeneutik dagegen versucht unter die Oberflächeninterpretationen der Alltagshermeneutik zu dringen, weil sie argwöhnt, dass unser Alltagsverständnis vielleicht gänzlich verzerrt oder einseitig oder irregeführt ist ... Die „Hermeneutik des Argwohns“, wie Riceur solche Ansätze nannte, will daher unter die Oberfläche dringen und die tieferen interpretativen Wahrheiten und Bedeutungen bloßlegen. Und da stieß man in der Tat auf alle möglichen Tiefenwahrheiten: die Freudsche Libido und der marxistische Klassenkampf, Heideggers Grundlosigkeit, Gadamers traditionsgetragenes Sein, Nietzsches Macht und so weiter. All das liegt nicht nur unter den Oberflächeninterpretationen, sondern wird mehr oder weniger gezielt von ihnen verdeckt und bleibt daher in der Regel tief verborgen und unbewusst – es besteht eine Art psychische Schmerzschranke oder Verdrängungsschranke, die beunruhigende Wahrheiten gegen das Bewusstsein abschirmt, und diese Schranke zu überschreiten ist schwierig und schmerzhaft ...
Doch auch dann bleibt die Tiefenhermeneutik noch eine heikle Angelegenheit, denn viele der „tieferen Wahrheiten“, die der Menschheit bisher ans Herz gelegt wurden, erwiesen sich als tiefe Ideologien und Voreingenommenheiten, einzig darauf angelegt, das Denken anderer so zu verbiegen, dass es den eigenen Machtgelüsten konform wird.“
weiterlesen...








