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25.9.2017 : 18:57 : +0200

Singularität, Wachstum und Grenzen (Auszug)

von Michael Habecker

 

Der Begriff “Singularität” hat viele Bedeutungen. Eine davon im Zusammenhang mit technologischer Entwicklung ist die, dass, bei laufender Verdoppelung technologischer Möglichkeiten, wie beispielsweise der Schnelligkeit der Informationsverarbeitung, irgendwann der Punkt erreicht ist, wo diese Fähigkeiten exponentiell „nach oben“ hin in einer Singularität explodieren – was immer Zukunftsforscher sich darunter vorstellen. Etwas Ähnliches kann man auch für die Bewusstseinsentwicklung postulieren in dem Sinn, dass große Bewusstseinssprünge in immer kürzeren Abständen erfolgen. Die Zukunftsoptimisten vertrauen dabei auf die Innovativkraft des menschlichen Geistes nach dem Motto „es ist ja immer gut gegangen“ und sehen keinen Grund, sich irgendwelche Begrenzungen aufzuerlegen, – im Gegenteil – der Einfallsreichtum des menschlichen Geistes und damit auch der menschlichen Möglichkeiten ist unbegrenzt und soll es auch bleiben, auch im Hinblick auf ihre Außenwirkungen und Eingriffe. Im Unterschied dazu zeigen Wachstumskritiker schon seit langem die „Grenzen des Wachstums“ auf, die in manchen Teilen der Welt bereits zu existentiellen Problemen wie dem Verlust der Heimat (wegen Überflutung) führen und machen uns klar, dass ohne freiwillige massive Beschränkungen unseres Lebensstils das Leben auf diesem Planeten keine Zukunft hat, jedenfalls keine, die mit dem Begriff „human“ beschrieben werden kann. (Siehe hierzu auch den Beitrag zur Postwachstumsökonomie in dieser Ausgabe).

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