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27.3.2017 : 12:48 : +0200

Fachgruppe "Integrale Politik"

Beginn und Kristallisationspunkt der Fachgruppe "Integrale Politik" (Kurz: FiPol) war im Juni 2002, als Gregory Wilpert auf einem AK-Kongress in Berlin einen Vortrag zu einer "kritisch-integralen Gesellschaftstheorie" hielt. Der Vortrag war gut besucht, und im Workshop danach erfolgte eine sehr lebendige Diskussion. Am Ende des Workshops entstand die Idee einer Fachgruppe. Etwa 20 Personen zeigten Interesse daran. Es folgten zwei Jahre, in denen es einige E-Mails gab und ein kleines Treffen. Aber letztlich schien der räumliche Abstand eine wirklich lebendige Entwicklung zu sehr zu erschweren.

2004 entdeckten einige neue Menschen die fast eingeschlafene Struktur. Es kam zu einem ersten Treffen in Wien und zu einem Workshop auf dem Kongress in Bremen. Weitere anregende Diskussionen entstanden durch die Tagung in Frankfurt 2005, via E-Mail-Kontakt und durch den Workshop von Don Beck zum Thema "Integrale Politik", den er im Februar 2006 in den Räumen des ISBerlin gegeben hat.

Vom 29. Juni - 2. Juli 2006 haben wir uns dann in den Räumen der EIA (European Integral Academy) von Hilde Weckmann in Berlin getroffen, um uns der Frage zuzuwenden, wie Politik und Integrales zusammen gedacht werden können und wie wir als integral Interessierte mit der politischen Situation umgehen können. Ein umfassendes Bild auf allen vier Quadranten kam dabei heraus:

Sich mit integraler Politik quer durch alle vier Quadranten zu beschäftigen bedeutet, sich nicht nur mit der politischen Struktur (UR) zu beschäftigen, wie es heutzutage üblich ist. Die kulturelle Komponente wie Werte und das kollektive Unbewusste unserer Gesellschaft (UL) zu hinterfragen, ist ebenfalls ein wichtiges Thema integraler Politik. Und nicht zuletzt ist es entscheidend, sich selbst in die Betrachtung mit hineinzunehmen und z. B. einmal zu schauen, welche Motive wir haben, uns politisch zu betätigen (OL). Ein derart reflexives Bewusstsein wird ein Verhalten (OR) begünstigen, das zum Wohl aller Wesen auf der Welt handeln kann.

Diese vier Ebenen ein ganzes Wochenende hindurch zu erleben, hat im Übrigen einen integralen "flow" sehr begünstigt.

Wir hatten Ende März 2008 ein schönes Treffen in Berlin. Ein Schwerpunkt war, den Film "Lean on me" unter Spiral-Dynamics-Aspekten anzuschauen - sehr erhellend, einen Schulleiter zu erleben, der wie ein "Spiral Wizard" auf die entsprechenden Werte-Meme/Bedürfnisse der Schüler eingehen kann. Am Tag darauf waren wir dann in Hellersdorf, einem Viertel im Nordosten von Berlin mit der höchsten Arbeitslosenrate in der Stadt. Wir wollten einmal schauen, ob Spiral Dynamics uns bei einem ganz konkreten Projekt eines Gruppenmitglieds, bei dem es um Mütter im Teenageralter gehen soll, helfen kann. Ja, es geht!

Bei Interesse bitte beim Koordinator der Fachgruppe,
Carl Polónyi, melden:
cpolonyi(at)gmx.de