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14.12.2017 : 14:12 : +0100

Transnationalismus

(aus: Eros Kosmos Logos, Krüger 1996, S. 251)

Doch wie wir den Evolutionskuchen auch aufschneiden, hier stehen wir heute: am Beginn einer globalen Transformation, die durch Rationalität erst noch zu sichern und durch Schau-Logik zu vollenden ist, um dann in weltumspannende soziale Institutionen eingebettet zu werden.

Die Globalisierung dieser Transformation wird jetzt, insbesondere, was ihre technisch-ökonomische Basis angeht, von drei miteinander verknüpften Faktoren angetrieben:


1) durch die Notwendigkeit, globalen Gemeinbesitz zu schützen, die gemeinsame Biosphäre, die keiner Nation, keinem Stamm, keiner Religion und keiner Rasse gehört;

2) durch die Notwendigkeit, das Finanzsystem der Welt, das keine Landesgrenzen mehr kennt, zu regulieren;

3) durch die Notwendigkeit, auf internationaler Ebene ein gewisses Maß an Frieden und Sicherheit herzustellen und zu bewahren, und dabei geht es heute nicht mehr so sehr um Kriege zwischen zwei Staaten, sondern zwischen einer neuen Ordnung locker föderierter Staaten und quertreibenden Regimes, die den Weltfrieden bedrohen.Das Interessante an diesen Faktoren ist, dass heute kein einzelnes Land sie mehr allein vertreten kann. Nicht eines dieser Probleme kann auf nationaler Ebene gelöst werden. Es sind transnationale Krisen, die transnationale, weltzentrische Reaktionen verlangen. Und wie dieser schwierige Übergang zu meistem ist, zu dem der einzelne Staat zum Wohl des Planeten auf einen Teil seiner Souveränität verzichten müßte - genau darin liegt die große Schwierigkeit dieser ?postnationalen? globalen Entwicklung. Klar ist jedoch, daß es sich hier um transnationale Krisen handelt, die nationale Reaktionen obsolet machen.

02/2004 -mf/mh-