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21.9.2017 : 21:34 : +0200

Psychologische Typen und C. G. Jung

Michael Habecker

I'm a bitch, I'm a lover
I'm a child, I'm a mother
I'm a sinner, I'm a saint
I do not feel ashamed

Meredith Brooks – Bitch

Die psychologische Typologie hat keineswegs den an sich ziemlich belanglosen Zweck, Menschen in Kategorien einzuteilen, sondern sie bedeutet vielmehr eine kritische Psychologie, welche eine methodische Untersuchung und Ordnung von seelischen Erfahrungsmaterialien ermöglichen soll. In erster Linie ist sie ein kritischer Apparat für den psychologischen Forscher, welcher zur Ordnung einer beinahe chaotischen Fülle individueller Erfahrungsmassen bestimmter Gesichtspunkte und Richtlinien bedarf.

Es ist ein schon in der frühen Wissenschaftsgeschichte bekanntes Unternehmen des nachdenklichen Verstandes gewesen, zwischen den Polen der absoluten Ähnlichkeit und Unähnlichkeit menschlicher Wesen Zwischenstufen einzuschalten, sogenannte Typen, oder – wie man sie früher nannte – Temperamente, welche Gleichheit und Ungleichheit in gesetzmäßige Formen fassten.

Wenn ich also von psychologischer Typologie spreche, so handelt es sich um die Formulierung seelischer Strukturelemente ... Das von mir in Vorschlag gebrachte, auf praktischer Erfahrung beruhende typologische System ist ein Versuch, der bisher vorherrschenden schrankenlosen individuellen Variation in der psychologischen Auffassungsbildung eine Grundlage und einen Rahmen zu geben.  

C. G. Jung

 

Typologien gehören zu den ältesten Klassifizierungssystemen der Menschheit. Irgendwann in unserer Vorzeit begannen Menschen sich für ihr Inneres zu interessieren und wurden auf die Vielfalt der dort stattfindenden Phänomene und Zustände aufmerksam – dies war die Geburtsstunde von Meditation und Kontemplation. Gleichzeitig bestand aber auch schon früh das Bedürfnis, die unglaubliche Vielzahl und Verschiedenheit menschlicher Erfahrungen zu ordnen und Ähnliches zu Kategorien zusammenzuführen, um so Einheit in der Vielfalt, und damit auch Orientierung zu finden. Man suchte, mit anderen Worten, nicht nur nach phänomenologisch Unterschiedlichem, sondern auch nach den (erst einmal) verborgenen Strukturen, die außerhalb, aber vor allem auch innerhalb des Menschen am Wirken sind. Dies war die Geburtsstunde typologischer oder struktureller Untersuchungen. Fügt man noch den Entwicklungsaspekt hinzu, der im Zuge der Aufklärung immer bedeutsamer wurde, und die Entdeckung psychodynamischer Mechanismen, wie z. B. den von Verdrängung und Projektion, dann haben wir alle Elemente zusammen, die unser heutiges Verständnis menschlichen Bewusstseins ausmachen: die Zustände oder Inhalte des Bewusstseins, die kommen und gehen (Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen usw.), Strukturen (mit einer gewissen Stabilität und Dauerhaftigkeit, die ganz wesentlich zur Interpretation der Inhalte und zu Handlungen aus den Inhalten führen, und meist eine Entwicklungsgeschichte haben) sowie – ganz allgemein – das Unbewusste unseres Bewusstseins, welches ebenfalls eine erhebliche Rolle in unserem Leben spielt, ohne dass es uns bewusst ist (es sein denn, wir kümmern uns darum).

Typologien sind nach wie vor eine einfache und lebensnahe Möglichkeit, sich der Vielfalt der Erscheinungsformen und damit auch Seins- und Handlungsalternativen zu beschäftigen. Gleichzeitig bilden sich in den großen typologischen Systemen aber auch noch andere Wesenselemente der Wirklichkeit ab – die Erlebnisbereiche des Subjektiven (ich, mir, mein), des Intersubjektiv-Gemeinschaftlichen (wir, unser ...) und die des Objektiven (es, sie, sein, ihr ...), sowie auch die Gegebenheit von Entwicklung, mit unterschiedlichen Ebenen des Wissens und des Seins. 

Einer der ganz großen Pioniere einer psychologischen Typologie, d. h. einer Typologie charakterlicher Merkmale und Strukturen, ist C. G. Jung. Anhand einiger ausgewählter Texte[1] von ihm wollen wir uns einen Einblick in diese uralte, und faszinierend neue Methodik der Ordnungsmöglichkeit verschaffen, sowie ihre Möglichkeiten aber auch ihre Grenzen ausloten.   

Was ist die typologische Methodik?

Zu Beginn seiner Vorträge machte C. G. Jung deutlich, worum es bei der Typologisierung geht: Die Versuche einerseits, die endlose Verschiedenheit menschlicher Individuen in gewisse Kategorien zusammenzufassen, und andererseits die anscheinende Gleichförmigkeit aller Menschen durch schärfere Charakterisierungen gewisser typischer Verschiedenheiten zu unterbrechen, sind schon sehr alt. Als ein frühes Beispiel einer psychologischen Typologisierung nennt Jung die vier Grundtemperamente des griechischen Arztes Claudius Galenus, das sanguinische, das phlegmatische, das cholerische und das melancholische, und die vier Elemente des Empedokles, Feuer, Luft, Wasser, Erde, in Verbindung mit den vier Grundeigenschaften trocken, warm, feucht und kalt. Um zu derartigen Aussagen zu kommen bedarf es, worauf Jung hinweist, einer wissenschaftlichen Methodik des Abstandnehmens und Beobachtens, damit die gefundenen Kategorien nachvollziehbar werden und nicht nur subjektive Eindrücke bleiben. Erst wenn der Mensch bei sich selber diese Operation [der Objektivierung] durchgeführt hat und dadurch eine Unterscheidung zwischen verschiedenen psychischen Faktoren bei sich selber erzeugt hat, ist er in den Stand gesetzt, bei seinem psychologischen Urteil über den Nebenmenschen noch nach anderen Kriterien zu suchen, als sich bloß mit dem Affekt zu begnügen. Auf diese Weise erst entsteht eine wirklich objektive psychologische Beurteilung ... Diese Objektivität, die nicht etwa ein dèsinterèssement am anderen ist ... ist die grundsätzliche Voraussetzung zu einer gerechten Beurteilung des Mitmenschen. Mit diesem wissenschaftlichen Anspruch sind einer problematischen Willkürlichkeit bei der Kategorisierung und Einteilung Schranken gesetzt. Andere müssen in die Lage versetzt werden, die Kategorien nachzuvollziehen, denn: Eine Einteilung der Menschen, an deren Gültigkeit nur ich glaube, die aber jeder andere bestreitet, ist genau so gut wie ein universelle Kirche, deren einziges Mitglied ich selber bin. Es müssen daher Kriterien gefunden werden, welche nicht nur das urteilende Subjekt, sondern auch das beurteilte Objekt als verbindlich annimmt.

Der Strukturaspekt der Typologie

Bei psychologischen Typen handelt es sich „typischerweise“ um Strukturen des Bewusstseins wie beispielsweise Charakterstrukturen (Geiz, Freundlichkeit, Ängstlichkeit, Minderwertigkeit usw.), also bleibende, wenn auch nicht unveränderbare Eigenschaften, die sich in einer individuellen Psyche oder auch kollektiv und gemeinschaftlich entwickelt haben. Die Versuche von Menschen, diese Strukturen aus den wahrgenommenen Phänomenen zu erkennen und zu beschreiben, reichen sehr weit zurück und begannen beim Naheliegendsten, bei der Beobachtung von Äußerlichkeiten und den Rückschlüssen auf Innerlichkeiten. Charakter ist die feststehende individuelle Form des Menschen ... Trotz aller Psychologie, die wir heutzutage zu besitzen glauben, ist die Seele uns doch noch unendlich viel dunkler als die sichtbare Oberfläche des Körpers. Die Seele ist noch immer ein fremdes, spärlich erforschtes Land, von dem uns nur indirekte Kunde kommt, vermittelt durch Bewusstseinsfunktionen, die fast endlosen Täuschungsmöglichkeiten ausgesetzt sind. Der sichere Weg scheint daher mit Recht von außen nach innen, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Körper zur Seele zu sein. Daher haben auch alle Versuche der Charakterologie außen angefangen, so die Methode der Alten, die Astrologie, die sogar draußen im Weltraum anfängt, um zu jenen Schicksalslinien zu gelangen, deren Anfänge ... im Menschen selber liegen; so auch die Chiromantie, die Gallsche Phrenologie und die Lavatersche Physiognomik, neuerdings die Graphologie, Kretschmers physiologische Typologie und Rohrschachs klexographische Methode. Wie ersichtlich, fehlt es nicht an Wegen von außen nach innen, vom Körperlichen ins Seelische. Doch diese Methoden sind, worauf Jung hingewiesen hat, mit „fast endlosen Täuschungsmöglichkeiten“ behaftet, können niemals eindeutig sein und haben historisch auch zu entsetzlichen Konsequenzen geführt, wie die „wissenschaftlich“ begründete Rassenlehre der Nazis, die aus Schädelformen bestimmte rassische Merkmale interpretierte, und so auf das Wesen ganzer Volksgruppen und Gemeinschaften schloss. Daher, so Jung, brauchen wir die junge Psychologie, die das Innere direkt durch das Innere erforscht, und nicht den Umweg über das Äußerliche geht. Die Tatsache, dass die Psychologie eigentlich erst vor kurzem entdeckt wurde, beweist unmittelbar, dass wir so lange gebraucht haben, um das Seelische dermaßen vom Subjekt loszureißen, dass wir es zum Gegenstand objektiven Erkennens machen konnten. Gerade weil uns das Psychische oder Seelische so nahe ist, hat es sich, was seine eigenen Strukturen betrifft, so lange einer wissenschaftlichen Perspektive und Untersuchung entzogen, so wie das Wasser, in dem ein Fisch schwimmt, für diesen nicht ohne Weiteres erkennbar ist. Weil die Seele das Unmittelbare selber ist, weil wir selber sogar Seele sind, so können wir kaum anders als annehmen, dass wir aufs gründlichste, nachhaltigste und unzweifelhafteste damit bekannt seien ... Gerade weil die Seele so unmittelbar ist, ist Psychologie so spät entdeckt worden. Jung vertritt hinsichtlich der Erforschung von Innerlichkeit einen klaren wissenschaftlichen Standpunkt. Auch wenn innerliche Phänomene, anders als Äußeres, keinen „einfachen Ort“ haben, auf den man mit dem Finger zeigen kann, so lassen sie sich dennoch untersuchen und beschreiben, ein Standpunkt, der leider immer noch zu wenig berücksichtigt wird im wissenschaftlichen Mainstream, wo nach wie vor vielerorts nur das Äußerliche als wissenschaftlich erforschbar gilt. Dies ist die eine Schwierigkeit[die Nähe und Unmittelbarkeit der eigenen seelischen oder inneren Vorgänge], die andere ist die Tatsache, dass man in dem Maße, als man sich von der räumlichen Erscheinung entfernt und sich der Unräumlichkeit der Seele annähert, auch jede Möglichkeit einer exakten Maßbestimmung verliert. Sogar die Tatsachenfeststellung wird schwierig. Wenn ich z. B. die Unwirklichkeit einer Sache hervorheben will, so sage ich, ich hätte es bloß gedacht ... Bemerkungen dieser Art sind „gang und gäbe“ und beweisen, wie nebelhaft seelische Tatsachen sind, oder vielmehr, wie vage sie subjektiv erscheinen, denn in Wirklichkeit sind sie genau so objektiv und so bestimmt wie irgend ein sonstiges Ereignis. In einem Satz fasst Jung glänzend das methodische Vorgehen bei der Ermittlung psychischer Strukturen (oder Typen) zusammen. Ausgehend von den Phänomenen des Bewusstseins werden daraus bestimmte (Charakter)Strukturen erkannt und benannt, die dann wiederum typologisch eingeordnet werden können. Mein engeres Arbeitsgebiet ist nun nicht die in weitestem Sinne klinische Feststellung äußerer Merkmale, sondern die Erforschung und Klassifizierung der durch Erschließung feststellbaren, seelischen Tatbestände. Aus dieser Arbeit ergibt sich zunächst eine psychische Phänomenologie, welche eine entsprechende Strukturlehre ermöglicht, und aus der empirischen Anwendung der Strukturlehre ergibt sich schließlich eine psychologische Typologie. Über sein eigenes Vorgehen gibt uns Jung konkret wie folgt Auskunft: Ich weiß nun nicht, wie andere sich dieser Aufgabe entledigen würden. Ich kann darum nur sagen, wie ich die Sache angefangen habe und muß es über mich ergehen lassen, wenn man mit vorwirft, dass meine Art, das Problem zu lösen, doch nur mein individuelles Vorurteil sei; und dieser Einwand ist dermaßen richtig, dass ich gar nicht wüsste, wie ich mich dagegen verteidigen könnte. Ich kann nur auf den alten Kolumbus selig hinweisen, der aufgrund subjektiver Annahmen, einer falschen Hypothese und eines von heutiger Schiffahrt verlassenen Weges Amerika entdeckte.

Extravertiert und introvertiert, und die Grundfunktionen Empfindung, Denken, Gefühl und Intuition

Aufgrund seiner jahrzehntelangen therapeutischen Tätigkeit gelangt Jung zu einer grundlegenden dualen Unterscheidung, die er mit extravertiert und introvertiert bezeichnet.

Wir werden z. B. auf solche Individuen stoßen, die in allen ihren Urteilsbildungen, Wahrnehmungen, Gefühlen, Affekten und Handlungen hauptsächlich äußere Faktoren als motivierend empfinden oder wenigstens in ihrer Auffassung darauf Gewicht legen ... Diese Einstellung [alles aus eigenem Entschluss und eigener Überzeugung zu tun] kennzeichnet eine zweite Gruppe von Individuen, die ihre Motivation hauptsächlich aus dem Subjekt, aus inneren Gegebenheiten ableiten. Jung weist darauf hin, dass die beiden Typen sehr schlecht aufeinander zu sprechen sind, und macht damit auf eines der bedeutenden Ziele einer typologischen Praxis aufmerksam, und zwar die Integration unterschiedlicher typologischer Merkmale in der eigenen Persönlichkeit – für mehr Alternativen des Seins und des Handelns. Zu einer völligen Orientierung des Bewusstseins sollten alle Funktionen gleichmäßig beitragen. Diese „Funktionen“ sind die vier Grundfunktionen Empfindung, Denken, Gefühl und Intuition, die Jung als eine weitere typologische Differenzierung den Hauptorientierungen von Extravertiertheit und Introvertiertheit hinzufügt und so zu einer insgesamt 2 x 4 = 8 Typologie gelangt[2].

Des psychologische Schatten

Ein weiterer wesentlicher Aspekt menschlicher Psychodynamik ist die Tatsache, dass Menschen Inhalte ihres Bewusstseins vergessen oder verdrängen können, was zu einer Abspaltung eigener Anteile, dem „Schatten“, führt. Auch ihn berücksichtigt Jung in seinem typologischen Modell. Da Typologien grundsätzlich heterarchisch, d. h. gleichberechtigt sind, kann es leicht passieren, dass ein typologischer Aspekt auf Kosten eines anderen einseitig in den Vordergrund tritt, wobei der andere Aspekt in den Schatten verdrängt wird, sich von dort jedoch symptomatisch meldet. Diese Einseitigkeit würde zu einem völligen Gleichgewichtsverlust führen, wenn sie nicht psychisch kompensiert wäre durch eine unbewußte Gegeneinstellung. Die Erforschung des Unbewussten hat nun ergeben, dass z. B. ein Introvertierter neben oder hinter seiner bewussten Einstellung eine ihm unbewusste extravertierte Einstellung hat, welcher die bewusste Einstellung automatisch kompensiert, oder manchmal auch sabotiert, wie man hinzufügen könnte. Der Gegensatz zwischen den Typen ist nicht nur ein äußerer Konflikt zwischen den Menschen, sondern auch die Quelle endloser innerer Konflikte, nicht nur die Ursache äußerer Streitigkeiten und Widerwärtigkeiten, sondern auch die innere Veranlassung nervöser Krankheiten und seelischer Leiden. Die Lösung liegt, und auch das ist ein wichtiger Teil einer typologischen Praxis, in der Aufdeckung verdrängter bzw. unbewusster typologischer Anteile in einem, die dann in das eigene Bewusstsein zurückgeholt, zu einer ausgewogeneren Persönlichkeit und deren Lebensausdruck führen.

Zum Schluss des Aufsatzes Psychologische Typen weist Jung noch auf die Gefahr einer Verabsolutierung typologischer Erkenntnis hin: Der Vollständigkeit halber muß ich auch erwähnen, dass ich die Typisierung nach Introversion und Extraversion und den vier Grundfunktionen keineswegs als die einzig mögliche ansehe. Irgendein anderes psychologisches Kriterium könnte ebenso gut als klassifikatorisches Merkmal verwendet werden, nur schien mir kein anderes eine ähnlich große praktische Bedeutung zu besitzen. 

Typologien heute

Wir können heute, aus dem Erbe großer Pioniere wie C. G. Jung schöpfend, die uns vorausgegangen sind, das wertvolle Erbe typologischer Untersuchungen nehmen, um es gleichzeitig vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse relativierend einzuordnen.

  • Typologien sind nach wie vor wichtig, weil es sie – als „Gemeinsames in der Vielfalt“ – gibt, und sie eine wertvolle Orientierung sein können.
  • Typologien treten in allen Lebensbereichen und Erfahrensräumen auf, sowohl innerlich (individuell und kollektiv) sowie auch in der äußeren Welt, und sind entsprechend zu unterscheiden.
  • Ganz wesentlich ist die Unterscheidung und Gegenüberstellung von hierarchischen Entwicklungsstrukturen und heterarchischen Typologien. So äußert sich z. B. eine introvertierte Persönlichkeitsstruktur sehr unterschiedlich entsprechend der Entwicklungsstufe, auf welcher sich ein Mensch befindet, und wird auch subjektiv ganz anders erlebt. An einem einfachen Beispiel erläutert: eine egozentrische Introvertiertheit, die nur sich selbst („ich“) (er)kennt, ist sehr viel anders als eine soziozentrische, und auf eine bestimmte Gemeinschaft bezogene Introvertiertheit („wir“), welche wiederum stark unterschiedlich ist zu einer weltzentrischen Introvertiertheit („wir alle“), die im eigenen Denken, Fühlen und Handeln alle Menschen oder sogar alle empfindenden Wesen mit einbezieht.
  • Die Kombination von Psychodynamik und Typologien führt das Unbewusste in die typologische Betrachtung mit ein.
  • Die typologischen Unterscheidungskriterien sind immer auch subjektiv gefärbt, doch sie dürfen nicht „privat“ bleiben, sondern müssen, entsprechend den Kriterien von Wissenschaftlichkeit, offen sein für Überprüfungen und Änderungen.
  • Eine große Gefahr stellen typologische Übergriffe dar. Einer wurde bereits genannt, die Verabsolutierung der Schlussfolgerung von Äußerem auf Inneres. Was mit Franz Joseph Gall (1758-1828) als einem ernst gemeinten wissenschaftlichen Versuch begann, aus Schädelformen auf Charaktereigenschaft zu schließen (Phrenologie), pervertierte unter dem Nationalsozialismus zu einer Rassenlehre. Ebenso problematisch, wenn auch weit verbreitet, ist die Schlussfolgerung in der Gegenrichtung, von innen nach außen: „Du bist ein neurotischer Typ? Kein Wunder, dass du diese oder jene Krankheit hast.“ Ebenso populär ist der Übergriff vom Individuellen zum Kollektiven – und umgekehrt. Die typ(olog)ischen Eigenschaften einer Gemeinschaft („die Deutschen ...“ ) werden bedenkenlos auf einzelne Individuen dieser Gemeinschaft übertragen, oder ein typ(olog)isches Merkmal eines Individuums wird auf dessen Familie oder Volksgemeinschaft übertragen, nach dem Motto „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.

Typologische Praxis

Typologische Systeme öffnen uns für die Vielfältigkeit des Lebens. Eine Praxis mit ihnen könnte unter dem Motto stehen: ES GEHT AUCH ANDERS. Aus der Fülle der Arbeitsmöglichkeiten mit psychologischen Typologien ein paar Anregungen: 

  1. Resonanzübung: Mann/Frau lese sich die einzelnen Typenbeschreibungen einer Typologie[3] teilnehmend durch, und achte dabei auf die eigenen Reaktionen: positiv – neutral – negativ. Eine positive Reaktion kann sowohl für eine Identifikation wie auch für eine bereits erfolgte Integration der entsprechenden Typologie sprechen. Eine neutrale Reaktion kann ein Hinweis darauf sein, dass einem ein Typus bisher nicht bewusst war. Eine Negativ – oder Abwehrreaktion kann ein Hinweis auf einen eigenen Schattenanteil sein, der zu integrieren wäre.
  2. Gestaltübung: Mann/Frau spiele die einzelnen Typen (z. B. als Rollenspiel) für sich durch; körperlicher Ausdruck, stimmlich, gedanklich, emotional, und achte dabei wieder auf die eigenen Reaktionen: Geht es leicht – ist es schwer – gibt es Widerstände, usw.
  3. Aufstellung: Mann/Frau stelle in einer Aufstellung (z. B. mit konkreten Stellvertretern oder Figuren) einige der Typen als eigene Persönlichkeitsanteile auf und achte auf die Positionen, Abstände und die sich entwickelnde Dynamik.
  4. Beziehungsübung: Mann/Frau vergegenwärtige sich Menschen, die der eigenen Erfahrung nach einer oder mehreren der Typologien entsprechen (die eigene Person eingeschlossen), und spüre der Beziehung zu diesen Menschen nach (siehe 1.).
  5. Entwicklungsaspekte: Mann/Frau erlebe innerlich die einzelnen Typologien auf den unterschiedlichen Entwicklungsebenen, z. B. traditionell, modern, pluralistisch, integral und mache sich die Unterschiede dabei einfühlend klar.  

Fast jede Typologie enthält einen „guten Kern“, den man für sich entdecken und integrieren kann. Das (ideale) Ziel wäre die Integration aller typologischen Merkmale in die eigene Persönlichkeit und die Entdeckung und Annahme eigener Stärken, Schwächen und Präferenzen, für einen freieren, variantenreicheren und lebendigeren Ausdruck. 

Ein „ausgewogener Typ“ wäre jemand, der alle positiven Aspekte als Ausdrucksalternativen zur Verfügung hat, ohne mit ihnen identifiziert zu sein. Er oder sie lebt nicht schablonenhaft aus einem Typus heraus, sondern hat sie alle integriert, und kann damit auch mit allen „Typen“ umgehen.

Das Schlusswort hat C. G. Jung[4]:

Die Existenz von Typen zu leugnen, hilft nichts gegen die Tatsache ihres Daseins. In Ansehung ihrer Existenz muß daher jede Theorie über psychische Vorgänge es sich gefallen lassen, selbst wieder als psychischer Vorgang zu gelten, und zwar als Ausdruck eines bestehenden und daseinberechtigten Typus menschlicher Psychologie. Aus diesen typischen Darstellungen erst ergeben sich die Materialien, deren Kooperation eine höhere Synthese ermöglicht.

 

Anhänge

Zum MBTI Myers-Briggs-Typen-Indikator[5] ...

... im privaten als auch im beruflichen Kontext eines Menschen. M.-Auswertungen und Beratungen erfolgen durch lizenzierte Trainer und Berater, bzw. durch Personen, die ein psychologisches Studium nachweisen können. Die Autoren der deutschen Version, Dr. Bents und Dr. Blank, haben an der Weiterentwicklung und Differenzierung des Persönlichkeitsinventars gearbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Hogrefe Verlag ist im Jahr 2002 die erweiterte Version des MBTI unter dem Der Myers-Briggs-Typen-Indikator (MBTI) ist das weltweit meistgebräuchlichste Instrument zur Persönlichkeitsanalyse (Selbstbeurteilungsinstrument zur Erfassung von Persönlichkeitsdimensionen) bei Jugendlichen ab 16 Jahren und Erwachsenen. Allein in den USA wird der M. jährlich über 3,5 Millionen Mal und zu ca. 75 Prozent im Wirtschaftbereich (vor allem für die Bereiche Personal, Fortbildung von Führungskräften, Management und Organisationsentwicklung) eingesetzt. Erstmalig veröffentlicht wurde er 1962 und existiert mittlerweile in über 27 Sprachversionen und rangiert bezüglich seiner Validität (Gültigkeit) und Reliabilität (Zuverlässigkeit) unter anderen ähnlichen Persönlichkeitsinventaren an oberster Stelle. Die deutsche Version wurde 1991 von Prof. Dr. Richard Bents (Minnesota) und Dr. Reiner Blank (Hamburg) entwickelt und durch die Beltz Test GmbH validiert. Grundlage des M. ist die Typologie von Jung. Ein Fragebogen mit 90 Items wird in der Auswertung den vier bipolaren Skalen:

  1. Extraversion/Introversion,
  2. Sinnliche/Intuitive Wahrnehmung, (Empfinden, Intuition)
  3. Analytische/Gefühlsmäßige Beurteilung (Denken, Fühlen),
  4. Urteilen/Wahrnehmen

zugeordnet, woraus sich eine Zuordnung zu sechzehn Persönlichkeitstypen ergibt. Entwickelt wurde der M. ist von K. Briggs und I. Briggs Myers 1943 in den USA mit dem Ziel, Persönlichkeitspräferenzen eines Individuums zu identifizieren. Anstoß war die Vermutung, eine genaue Kenntnis der persönlichen Präferenzen werde Armee-Angehörigen, die nach Ende des 2. Weltkriegs aus der Armee ausscheiden und erstmals ins zivile Arbeitsleben eintreten, bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz helfen zu können. Schon in den zwanziger und dreißiger Jahren korrespondierte K. Briggs sporadisch mit Jung bezüglich seiner Typentheorie und anderer Dinge. 1937 traf sie Jung während seines Aufenthalts in Yale. 1950 schickte ihre Tochter, I. Briggs Myers, den M. an Jung und erhielt positive Resonanz. Der M. geht unter Einbezug von Jungs Typologie von folgenden Annahmen aus: Menschliches Verhalten ist nicht zufällig, sondern folgt bestimmten Mustern. Beispielsweise können Unterschiede bei der Aufnahme von Informationen und der Art, Entscheidungen zu treffen, beobachtet werden. Es werden zwei jeweils gegensätzliche Arten unterschieden, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und Entscheidungen treffen unterschieden: Bei der Wahrnehmung setzen Menschen ihre fünf Sinne oder ihre Intuition bevorzugt ein. Bei Entscheidungen bemühen Menschen vorwiegend ihren analytischen Verstand oder handeln auf Grundlage persönlicher Werte. Jeder Mensch verfügt über das gesamte Spektrum dieser vier Funktionen (Orientierungsfunktionen). Im Laufe seines Lebens bildet er jedoch die eine oder andere stärker aus und setzt diese dann bevorzugt ein, um sein Umfeld wahrzunehmen und aus dem Wahrgenommenen seine Schlüsse zu ziehen. Obwohl diese psychischen Grundfunktionen die Komplexität der Persönlichkeit nur zum Teil erfassen, bestimmen sie doch weitgehend den Lernstil, den Arbeitsstil, den Denkstil sowie die Art und Weise der Kommunikation Namen Profiler of personality erschienen.

Literatur: Attems, R. (1991): Typologie des Managers; Bents, R., Blank, R. (1992): Der MBTI; Briggs-Myers, I. (2001): Ein jeder nach seiner Gabe, J. Kugele

Zu den Orientierungsfunktionen[6]

In der Analytischen Psychologie nimmt das Konzept der vier Orientierungsfunktionen (O.): Empfinden, Intuieren, Denken und Fühlen einen wichtigen Platz ein. In Verbindung mit Extraversion und Introversion hat Jung (vgl. Jung, GW 6) auf diesen psychischen Grundfunktionen seine Typologie gegründet. Mit den vier O. nimmt Jung vier grundlegende psychische Tätigkeiten an, die er als einen vollständigen Kompass für die Orientierung in der Außen- und Innenwelt auffasst. Jeweils zwei O. liegen polar gegenüber und bilden eine Achse. Empfinden und Intuieren bilden die Wahrnehmungsachse; beide sind Wahrnehmungsfunktionen, die Empfindungsfunktion auf materieller, sinnlicher Ebene, die Intuitionsfunktion auf immaterieller, geistiger Ebene. Da sie rein perzipierend sind und nicht beurteilen, werden sie von Jung als irrational bezeichnet (vgl. Jung, GW 6, § 686). Denken und Fühlen schließen sich zur Urteilsachse zusammen. Beides sind rationale Funktionen (vgl. Jung, GW 6, § 670), da sie bewerten bzw. ein Urteil abgeben, das allerdings bei diesen beiden Funktionen grundsätzlich unterschiedlicher Art ist. Viele andere Begriffe, wie auch viele Ichfunktionen der Psychoanalyse, lassen sich mit diesen vier Basisfunktionen verbinden, so z. B. die Realitätsfunktion (Realitätsprüfung), an der die äußere Wahrnehmung, also die Empfindungsfunktion, und die realitätskritische Denkfunktion beteiligt sind.

Jung hat in seinem typologischen System die vier O. mit der Extraversion und der Introversion verbunden und insgesamt acht Typen beschrieben. Dabei wird ein extravertierter bzw. introvertierter Typus mit jeweils einer der vier Funktionen als Hauptfunktion kombiniert (Typologie). Jung unterscheidet nämlich eine Hauptfunktion – die differenzierteste Funktion – sodann die beiden der Hauptfunktion benachbarten mehr oder weniger differenzierten Nebenfunktionen und schließlich die der Hauptfunktion gegenüberliegende inferiore oder "minderwertige" Funktion (inferiore Funktion) voneinander. Die inferiore Funktion ist insofern von besonderer Bedeutung, als sie dem Betreffenden zwar die meisten Schwierigkeiten bereitet, zugleich aber auch dem Unbewussten am nahesten steht, wodurch sich der Kontakt zum Unbewussten sehr häufig gerade über diese Funktion ereignet (Franz, M.-L. v. Hillman, J. 1980) Durch U. Eschenbach (Eschenbach, 1996) wird eine enge Kopplung aller O. mit extravertierter bzw. introvertierter Einstellung postuliert. Damit impliziert ist eine Abkehr von einer Typenlehre, hin zu einer Funktionenlehre. Die vier O. haben im extravertierten Modus einen deutlich anderen Charakter als im introvertierten. Eine extravertierte O. lenkt den Libidostrom zu den äußeren Objekten, reagiert schnell, ein rascher Objektwechsel ist möglich und sie ist häufig differenzierter (Differenzierung); eine introvertierte O. dagegen lenkt die Libido primär zum Ich und den inneren Objekten, reagiert langsamer, konzentriert sich länger auf ein Objekt und ist meist stärker mit Unbewusstem kontaminiert (vgl. Adam, 2000, S. 25f).

Das Konzept der O. hat große Relevanz für die psychotherapeutische Praxis, beispielsweise für ein vertieftes Verstehen der individuellen Eigenart eines Menschen, seiner Art von Welt- und Selbsterleben, seiner Beziehungs- und Interaktionsmuster und seiner typischen Konflikte. Die Differenzierung der weniger bewussten und geübten O. erweitert sein Erlebens- und Verhaltensspektrum und ermöglicht es oft, dem Leben ganz neue Seiten abzugewinnen. Weiterhin bieten die O. eine neue Dimension des Zugangs zum Traum, da sich das Traum-Ich ebenfalls zu seiner Orientierung der vier O. bedient. Ferner können die O. als wichtige Aspekte der Neurosenlehre in der Analytischen Psychologie Verwendung finden, beispielsweise in der Zuordnung von Neuroseformen und bevorzugten O.. Auch ermöglichen sie es, Übertragungs- und Gegenübertragungsvorgänge unter einer neuen Perspektive zu sehen. (Adam 2003).

Typologie[7]

Mit der Beschreibung der psychologischen Typen (vgl. Jung, GW 6) hat Jung eine Typenlehre entwickelt, bei der er den Einstellungstyp (Extraversion, Introversion) als erste Ordnungskategorie setzt und dem extravertierten oder introvertierten Einstellungstyp dann jeweils eine Orientierungsfunktion als Hauptfunktion, den Funktionstypus, zuordnet. Dabei ist der Funktionstyp dem Einstellungstyp untergeordnet. Unter Hauptfunktion versteht Jung diejenige Funktion, die im Bewusstsein eines Menschen am besten entwickelt und führend ist. Die polar gegenüberliegende Funktion verbirgt sich dann weitgehend im Unbewussten bzw. ist mit unbewusstem Material kontaminiert und hat – bezogen auf Extraversion und Introversion – eine entgegengerichtete Einstellung. So gelangt Jung zu acht psychologischen Typen, vier extravertierte und vier introvertierte mit jeweils einer der vier Ichfunktionen als Hauptfunktion, z. B. extravertierter Fühltyp, introvertierter Intuitionstyp, usw. In der historischen Entwicklung der Typologie hat Jung zunächst das Denken mit Introversion und das Fühlen mit Extraversion gleichgesetzt und versucht später die extravertierte und introvertierte Einstellung unabhängig von den Ichfunktionen zu betrachten, was er in der praktischen Deskription der Ausprägungstypen aber nicht vollständig durchführt. Ferner beschreibt Jung den phänomenologischen Gesamttypus und weniger die einzelne Ichfunktion in der jeweiligen introvertierten oder extravertierten Einstellung. Der Gray-Wheelwright-Test stellt den Versuch dar, auf Grund eines Fragebogens mit Selbstrating den eigenen Typus zu bestimmen. Sehr bedeutsam ist diese Typologie für das Verständnis der Individuation. Jung zeigt auf, dass im Verlaufe des Individuationsprozesses schrittweise die weniger gut differenzierten und unbewussteren Funktionen ins Bewusstsein gehoben werden. Und zwar verläuft der Weg im Allgemeinen von der Hauptfunktion über die am zweitbesten entwickelte Funktion (1. Hilfsfunktion) zur am drittbesten entwickelten Funktion (2. Hilfsfunktion) und schließlich zur – der Hauptfunktion polar gegenüberliegenden - am wenigsten bewussten Funktion, die Jung "inferior" nennt. Z. B. ist bei einer extravertierten Empfindungsfunktion aufgrund der Polarität als Hauptfunktion dann das introvertierte Intuieren die "minderwertige" Funktion. Besonders in der zweiten Lebenshälfte ergibt sich die innere Entwicklungs­notwendigkeit, die bisher vernachlässigte Einstellung und die unbewussten Funktionen zu entwickeln.

In der Konkretisierung und Weiterentwicklung der Typologie (vgl. Jacobi 1971, Eschenbach 1996, Adam 2003) werden die Orientierungsfunktionen mit einer der beiden Einstellungen fest gekoppelt und eine strikte Polaritätsbeziehung zwischen den Ichfunktionen eingeführt; z. B. ist auf der Urteilsachse bei extravertiertem Denken das Fühlen stets introvertiert. Das neue Konzept rückt ab von Einstellungstypus und Hauptfunktion. Es stellt die alle Orientierungsfunktionen einbeziehende Funktionskonstellation in den Vordergrund, von denen es vier grundsätzlich verschiedene gibt. Hierbei kann z. B. (neben weiteren drei Möglichkeiten) ein Mensch anlagemäßig die Konstellation extravertiertes Denken/introvertieres Fühlen; extravertiertes Empfinden/introvertiertes Intuieren haben. Die vier Funktionskonstellationen stellen vier Grundmuster dar, entsprechend der Verteilung der extravertierten und introvertierten Funktionen bei einem Menschen, wobei sich jeder einzelne einem dieser vier Anlagebilder zuordnen kann, die im äußeren Erscheinungsbild einen variationsreichen Ausdruck finden. Dieses Modell wird der vielfältigen psychologischen Phänomenologie der Menschen gut gerecht, indem differenziert und wertfrei Einstellung und Entwicklungsgrad aller Funktionen betrachtet werden können. Aus dieser Funktionenlehre ergeben sich weitreichende Möglichkeiten für Diagnostik und Therapie. In der Erfassung des jeweiligen Funktionsbildes kann besonders gut anhand von Träumen das Traum-Ich herangezogen werden, das die gleiche Funktionskonstellation trägt wie das Wach-Ich.


[1] Dies sind die Vorträge Zur Frage der psychologischen Typen (1913), Psychologische Typen (1923), Psychologische Typologie (1928), Psychologische Typologie (1936). C. G. Jung Gesammelte Werke 6. Band, S. 541 – 601.  Die kursiv gesetzten Textteile sind, sofern nicht anders angegeben, Zitatstellen aus den genannten Vorträgen. 

[2] Eine ausführliche Beschreibung dieser Typologie mit 8 Merkmalsausprägungen gibt Jung in seinem Buch Psychologische Typen.

[3] Dies können die 2 yin und yang Merkmale, Animus und Anima, die 4 Elemente, die 4 Temperamente, die 8 Jungschen Typen, die 9 Enneagrammtypen, die 12 Tierkreiszeichen, die 36 Bachblüten oder welche Typologie auch immer sein. Zuerst geht es darum, mit den unterschiedlichen Merkmalen einer ausgewählten Typologie vertraut zu werden.

[4] Gesammelte Werke Band 6, S. 537.

[5] aus: Dr. Lutz Müller, Wörterbuch der analytischen Psychologie, S. 276

[6] aus: Dr. Lutz Müller, Wörterbuch der analytischen Psychologie, S. 308

[7] aus: Dr. Lutz Müller, Wörterbuch der analytischen Psychologie, S. 432


Quelle: Online-Journal Nr. 23