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24.8.2017 : 6:44 : +0200

Erfahrungsberichte

Was erleben Menschen, die auf "integralen" Veranstaltungen unterwegs sind, oder sie sich überhaupt mit dem Thema beschäftigen? Dazu veröffentlichen wir an dieser Stelle persönliche Schilderungen und Berichte. 

¡Hasta la vista postmodernismo!

Bericht von der AIE Konferenz in Spanien

Von Dennis Wittrock

„Postmoderne: Körper, Gesellschaft und Bewusstsein“ – unter diesem Titel fand vom 22.-23. Oktober 2011 die mittlerweile bereits neunte Tagung der Asociación Integral Española (AIE) in den Räumlichkeiten der nationalen Hochschule für Arbeitsmedizin an der Universität in Madrid statt. Eingeladen wurde ich von Raquel Torrent, quasi der „grande dame“ der integralen Bewegung in Spanien, transpersonale Psychotherapeutin und Übersetzerin. Sie war die Gründerin der AIE und hat auch bereits an verschiedenen integralen Veranstaltungen in Deutschland teilgenommen.

Gemäß des Tagungsthemas sollte herausgearbeitet werden, inwiefern die integrale Theorie und Praxis Alternativen für Probleme aufzeigen können, die die postmoderne Sichtweise oftmals mit sich bringt: Relativismus, falsch verstandener Egalitarismus, sowie „Boomeritis“ – eine unheilvolle Kombination von Narzissmus und Multiperspektivität („Alle Perspektiven sind gleich – also hat mir niemand zu sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe!“). Nach einer Einführung durch Dr. Leontino García und Javier Arranz, den Präsidenten der AIE, begann David G. Raga, der Übersetzer von Wilbers Büchern in Spanien, mit einer geführten Meditation als Einstimmung.

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Integral 2.5

Bericht von der zweiten internationalen Integral Theory Conference 2010 in San Francisco, Teil I

von Dennis Wittrock, August 2010

Was und wer ist die internationale integrale Bewegung? Gibt es sie überhaupt, oder ist sie vielmehr nur ein elitäres Unterfangen? Welchen Einfluss hat sie in der, bzw. auf die akademische Welt? Wie reif ist das Feld? Hat es sich von der Person Ken Wilber differenziert? Welche neuen Ansätze, Anwendungsbeispiele und Durchbrüche gibt es? Diese und andere Fragen hatte ich im Gepäck, als ich mich auf den langen Weg durch zahlreiche Zeitzonen  nach San Francisco machte. Zum zweiten Mal überhaupt fand dort vom 29.07.-01.08. die ITC an der JFK University in Pleasant Hill statt.

Der Titel der Konferenz lautete „Enacting an Integral Future“. „Enactment“, zu deutsch etwa „Inszenierung“ bedeutet im Kontext der integralen Theorie und Praxis, dass unsere Erfahrung der Wirklichkeit nicht in irgendeiner vorgegebenen Form herumliegt, sondern, dass wir sie durch unsere Erkenntnisbemühungen und Praktiken aktiv co-kreieren und mit hervorbringen. Mit über 100 Referenten, 77 Einzelpräsentationen, 15 Panels, 16 Workshops im Vorprogramm und 24 Poster-Präsentationen war eine beeindruckende Bühne vorbereitet worden, auf der die über 500 Teilnehmer aus der ganzen Welt nun gemeinsam den nächsten Schritt einer integralen Zukunft inszenieren konnten.

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